Reden und Stellungnahmen der DIG zu aktuellen Themen

11. Oktober 2026
Rede der Vorsitzenden der DIG Aachen am 7.10.26
21. August 2026
Stellungnahme der DIG Aachen e.V. zu Ben Gvirs Äußerungen
22. Mai 2026
Stellungnahme der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen zum Verhalten von Itamar Ben-Gvir
16. April 2026
Fragemauer zum Krieg in Iran, der Golfregion und dem Levant
31. März 2026
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Aachen e.V. ist zutiefst bestürzt über die Entscheidung der Knesset, die Todesstrafe wieder einzuführen, nachdem sie faktisch abgeschafft war. So sehr wir das Dilemma sehen, in dem Israel steckt, umringt von Feinden, die seine Auslöschung betreiben, überzogen von Terror in einem Ausmaß, das wir uns hier nicht vorstellen können, hoffen wir dennoch, dass Israel seinen demokratischen Prinzipien treu bleibt. Israel befindet sich seit seinem Entstehen vor fast genau 86 Jahren im Kriegszustand. Doch ein Staat muss souverän handeln und darf sich nicht von Emotionen leiten lassen. Deshalb hoffen wir nun auf die demokratisch Mehrheit in Israel und auf die Opposition, diesen Beschluss, wie schon viele vorherige, vor den Obersten Gerichtshof zu bringen und rückgängig zu machen. Des Weiteren hoffen wir, dass die im Herbst stattfindenden Wahlen die Demokratiebewegung in Israel stärken werden.
23. März 2026
Der 11. April dieses Jahres ist der 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald. Aus diesem Anlass planen am 12. April kommunistische, linke und sogenannte propalästinensische Gruppen dort eine Kampagne mit dem Titel „Kufiyas in Buchenwald“. Es sollen Veranstaltungen, Aktionen, Mahnwachen stattfinden mit den Forderungen, in der Gedenkstätte Buchenwald den „Genozid“ in Gaza zu thematisieren und sogenannte propalästinensische Symbole zuzulassen. Anlass war, dass anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung des KZ Buchenwald im letzten Jahr einer Aktivistin mit Kufiya der Zutritt zu der Gedenkveranstaltung verwehrt wurde, weil diese nicht bereit war, die Kufiya abzulegen, die sie nach eigenen Angaben anlässlich des Jahrestages explizit als politisches Statement einsetzen wollte. Unserer Meinung nach handelt es sich bei der geplanten Kampagne um eine Instrumentalisierung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus für die eigene politische, antisemitische und menschenfeindliche Agenda. Bei den Organisator*innen handelt es sich um Menschen, denen es nicht um das Schicksal der Menschen in Gaza geht, sondern um Gruppierungen, die den Terror der Hamas bejubeln, die Angriffe vom 7. Oktober als „Akt des Widerstands“ feiern, sich mit der Hamas solidarisieren, die die Auslöschung Israels fordert und zum Kampf gegen alles Jüdische aufruft. Solidarität mit einer faschistischen Terrororganisation, unterstützt und finanziert vom Iran, der derzeit sein wahres menschenverachtendes Gesicht zeigt, indem er in der eigenen Bevölkerung ein Blutbad mit brutal Ermordeten anrichtet, nur weil sie nicht mehr unter einem islamistischen Terrorregime leben wollen. Es sind Gruppen und Organisationen, die Israelhass in allen Facetten zelebrieren und dazu beitragen, dass Juden und Jüdinnen weltweit ausgegrenzt, gejagt, beschimpft und bedroht, ja sogar ermordet werden. Damit wird jüdisches Leben zunehmend unsichtbar. Gegen eine Gedenkstätte zu protestieren, die ständig rechtsextremen Angriffen ausgesetzt ist, ist nicht nur angesichts des globalen Rechtsrucks eine fatale Entscheidung. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Überlebenden und ihrer Angehörigen sowie aller, die in Gedenkstätten arbeiten. Wir erwarten, dass die demokratischen Kräfte in unserem Land sich dieser Kampagne entgegenstellen und sich schützend vor unsere Gedenkstätten und vor unsere jüdischen Mitmenschen Wir hoffen, dass sich in der politischen Linken eine klare Gegenbewegung gegen diesen Schlussstrich-Antisemitismus von Links bildet, die sich der Demo in Buchenwald entgegenstellt.
26. Oktober 2025
Gedenkrede zum zweiten Jahrestag des Terrorüberfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023
von Elisabeth Paul • 13. Oktober 2025
Mit großer Freude haben wir die Freilassung der noch lebenden Geiseln aus dem Gazastreifen verfolgt. Unsere Gedanken und Gefühle sind bei ihnen und ihren Angehörigen und Freund*innen. Wir hoffen, das es ihnen gelingt, ein neues Leben in Frieden führen zu können, ohne Hass, ohne Angst, ohne Bedrohung. Gleichzeitig trauern wir mit den Angehörigen und Freund*innen der getöteten Geiseln. Wir sind erleichtert, dass sie nun in der Lage sind, sich von ihnen verabschieden zu können und ihren Trauerprozess zu einem Abschluss bringen zu können. Wir hoffen auf einen dauerhaften Frieden, der es sowohl Israel als auch den Palästinenser*innen ermöglicht, ein friedliches Leben zu führen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Hamas entwaffnet wird und die terroristische Infrastruktur zerstört wird. Die terroristische Hamas darf bei dem Aufbauprozess keine Rolle mehr spielen. Dies ist auch im Interesse der friedlichen palästinensischen Zivilbevölkerung, die ihren Widerstand gegen die Hamas ohne Gefahr für ihr eigenes Leben bisher nicht zum Ausdruck bringen konnte. Wir setzen große Hoffnungen in die Verantwortungsübernahme arabischer Staaten für die Umsetzung des 20-Punkte-Plans, für die Entwaffnung und Entmachtung der Hamas, für den Aufbau ziviler Strukturen, für den Wiederaufbau Gazas, für die Versorgung mit Lebensmitteln. Wir hoffen auf einen Neubeginn der palästinensisch-israelischen Beziehungen und eine friedliche Zukunft in Israel und Gaza. Darüber hinaus hoffen wir, dass der Friedensprozess auch positive Auswirkungen hat auf das Klima auf unseren Straßen, auf denen der Antisemitismus seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober ein unvorstellbares Ausmaß angenommen hat, das eine akute Bedrohung für jüdische Menschen darstellt. - Für die Deutsch-Israelische Gesellschaft Aachen e.V. - Elisabeth Paul
8. Oktober 2025
Redebeitrag von der Vorsitzenden Elisabeth Paul
3. Oktober 2025
Rede der Vorsitzenden
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