Stellungnahme der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen zum Verhalten von Itamar Ben-Gvir

Stellungnahme der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen zum Verhalten von Itamar Ben-Gvir

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Aachen bringt ihre tiefe Verurteilung, Verachtung und Abscheu gegenüber der widerlichen und menschenverachtenden Inszenierung des israelischen Ministers für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, zum Ausdruck.


Mit seinem Verhalten trägt er nicht nur zur Demontage zentraler jüdischer und israelischer Werte bei, sondern unterstützt zugleich das ebenso verachtungswürdige Spiel jener sogenannten Aktivisten, denen es nicht um das Wohl der Menschen in Gaza geht, sondern um die Dämonisierung Israels. Mit seiner Inszenierung hat er diesem Anliegen leider erneut Vorschub geleistet.


Wir schließen uns damit der Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Europäischen Rabbinerkonferenz sowie weiterer jüdischer und demokratischer Institutionen an. Wir nehmen zur Kenntnis, dass Ben-Gvir offenbar eigenmächtig und ohne Unterstützung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu oder Außenminister Gideon Sa'ar gehandelt hat.

Auch in der israelischen Zivilgesellschaft sowie in den Medien werden zunehmend Forderungen nach seiner Entlassung laut.


Wir hoffen, dass die in absehbarer Zeit anstehenden Wahlen zu einer neuen demokratischen Regierung führen werden, die ohne rechtsradikale Scharfmacher auskommt und die demokratischen sowie rechtsstaatlichen Grundlagen Israels stärkt.

20. Mai 2026
"Dor leDor - Generation zu Generation" - deutschsprachige Künstler im Zeichen ihres Judentums - Lesung mit Musik - 7. Juni 2026, 11.00 Uhr , Salvatorkirche Aachen Das Projekt widmet sich einem einerseits typisch jüdischen, andererseits allgemein sehr ansprechenden Thema durch das Prisma der drei großen deutschsprachigen jüdischen Schriftsteller des 19. - 20. Jahrhunderts Heinrich Heine, Franz Kafka und Paul Celan. Am Beispiel ihrer besonderen Werke werden verschiedene spanndene Aspekte in der Überlieferung und Wahrnehmung des Judentums von Generation zu Generation zum Ausdruck gebracht. Die literarische Vorlage bilden Heines unvollenderer Jugendroman "Der Rabbi von Bacherach", Kafkas "Brief an den Vater" sowie der Jerusalemer Gedichtszyklus von Celan - voller Suche und Sehrsucht nach dem eigenen Ich und einem Zuhause-Gefühl als Juden in einer nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft. Vorbelastet durch verschiedene entsprechende schmerz- und leidvolle Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld, ihrer Familie wie auch die des Holocausts erscheinen diese drei Künstler als Inbegriff der inneren Zerrissenheit in ihrem Judentum, die sie zu überwinden suchten. Musikalisch und somit emotional wird die Lesung durch die Musik der drei jüdischen Komponisten aus drei Epochen vertieft, die mit den Schriftstellern gut korrespondieren: Felix Mendlessohn (zu Heine), Gustav Mahler (zu Kafka) und Don Jaffé (zu Celan: Übrigens: Don Jaffé ist ein Holocaust-Überlebender aus Riga, lebt in Bremen und widmet sich in seinem Schaffen der Jüdischen Geschichte). Es sind vier Musiker beteilgt - Geige, Cello, Oboe und Klavier. Der Pianist tritt auch als Vorleser auf.
16. April 2026
Fragemauer zum Krieg in Iran, der Golfregion und dem Levant
16. April 2026
Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen , an den Stammtischen der DIG Aachen teilzunehmen. Sie finden i.d.R. an jedem dritten Donnerstag im Monat statt. Somit sind die Termine für das zweite Quartal wie folgt: 16. April 2026 um 19.00 Uhr 21. Mai 2026 um 19.00 Uhr 18. Juni 2026 um 19.00 Uhr Den Ort erfahren Sie auf Anfrage an info@dig-aachen.de
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