Benefizveanstaltung Dor le Dor am 7.6.2026 in der Salvatorkirche in Aachen

Bericht über die Benefizveanstaltung Dor le Dor am 7.6.2026 in der Salvatorkirche Aachen

Am Sonntag, den 7. Juni fand in der Salvatorkirche in Aachen unser Benefizkonzert "Dor le

Dor" statt, eine Lesung mit Musik.


Dies war das erste von 5 Konzerten, die an verschiedenen

Orten in NRW stattfinden werden, gefördert von der Antisemitismusbeauftragten des Landes NRW,

Sylvia Löhrmann.


Es wurden Texte von Heinrich Heine, Franz Kafka und Paul Celan vorgelesen, musikalisch

begleitet mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Gustav Mahler und Don Jaffé.


Der Geiger Alexander Lifland spielte die Sonate Opus 4 f-Moll von Mendelssohn-Bartholdy,

begleitet von Roman Salyutov am Flügel, die Oboistin Agnes Grube spielte 3 Lieder von

Gustav Mahler, Highlight war die Solosonate für Violoncello von Don Jaffé, einem

Holocaustüberlebenden, gespielt von seinem Sohn, Ramon Jaffé.


Dr. Roman Salyutov, der nicht nur die musikalische Begleitung am Flügel machte, sondern

auch die Moderation und die Texte las, appellierte eindringlich an das Publikum, Gedanken

aus der Veranstaltung mitzunehmen und wirken zu lassen.


Die Vorsitzende der DIG, Elisabeth Paul betonte noch einmal die vom Schriftsteller Paul

Celan thematisierte "jüdische Einsamkeit", die heute überall gegenwärtig ist und jüdische

Menschen aus der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend verschwinden lässt.


Hiergegen vorzugehen ist eine der Aufgaben, denen sich die DIG widmet.


Es wurden Spenden von 345 € eingesammelt, angesichts der geringen Zuhörerschaft von ca. 30 Personen,

eine stattliche Summe.


Die Spenden gehen an den Partnerschaftsverein Nir-Oz, der den Aufbau des Kibutz

unterstützt und sich um die psychosoziale Betreuung der Menschen dort, vor allem der

Waisen, kümmert.


Hier die Kontonummer vom Partnerschaftsvertein Nir Oz:

IBAN: DE50 3706 2600 4048 2270 10


www.bgl-niroz.de

info@bgl-niroz.de


Elisabeth Paul


22. Mai 2026
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20. Mai 2026
"Dor leDor - Generation zu Generation" - deutschsprachige Künstler im Zeichen ihres Judentums - Lesung mit Musik - 7. Juni 2026, 11.00 Uhr , Salvatorkirche Aachen Das Projekt widmet sich einem einerseits typisch jüdischen, andererseits allgemein sehr ansprechenden Thema durch das Prisma der drei großen deutschsprachigen jüdischen Schriftsteller des 19. - 20. Jahrhunderts Heinrich Heine, Franz Kafka und Paul Celan. Am Beispiel ihrer besonderen Werke werden verschiedene spanndene Aspekte in der Überlieferung und Wahrnehmung des Judentums von Generation zu Generation zum Ausdruck gebracht. Die literarische Vorlage bilden Heines unvollenderer Jugendroman "Der Rabbi von Bacherach", Kafkas "Brief an den Vater" sowie der Jerusalemer Gedichtszyklus von Celan - voller Suche und Sehrsucht nach dem eigenen Ich und einem Zuhause-Gefühl als Juden in einer nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft. Vorbelastet durch verschiedene entsprechende schmerz- und leidvolle Erfahrungen in ihrem sozialen Umfeld, ihrer Familie wie auch die des Holocausts erscheinen diese drei Künstler als Inbegriff der inneren Zerrissenheit in ihrem Judentum, die sie zu überwinden suchten. Musikalisch und somit emotional wird die Lesung durch die Musik der drei jüdischen Komponisten aus drei Epochen vertieft, die mit den Schriftstellern gut korrespondieren: Felix Mendlessohn (zu Heine), Gustav Mahler (zu Kafka) und Don Jaffé (zu Celan: Übrigens: Don Jaffé ist ein Holocaust-Überlebender aus Riga, lebt in Bremen und widmet sich in seinem Schaffen der Jüdischen Geschichte). Es sind vier Musiker beteilgt - Geige, Cello, Oboe und Klavier. Der Pianist tritt auch als Vorleser auf.
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