Rede der Vorsitzenden der DIG Aachen am 7.10.26
Rede der Vorsitzenden der DIG Aachen am 7.10.26
- Ich stehe hier für die Deutsch-Israelische Gesellschaft
Aachen, eine bürgerschaftliche Initiative, die sich aus
ihrer historischen Verantwortung die Förderung der
freundschaftlichen Beziehungen zu Israel auf allen
Ebenen zur Aufgabe gemacht hat.
- Doch anstatt die positiven Aspekte dieses
wundervollen Landes zu vermitteln, sind wir in einer
ständigen Verteidigungsrolle, müssen Israel
verteidigen gegen Dämonisierung, gegen die
Aberkennung seines Existenzrechts, gegen die
Messung mit doppelten Standards, fernab jeder
berechtigten Kritik.
- Auf die Frage, was sich seit dem 7. Oktober verändert
hat, kann ich nur antworten „es hat sich nichts
Grundlegendes verändert, sondern nur verschärft“.
- Den Antisemitismus gab es auch vorher in all seinen
Facetten. Er wurde aber kaum zur Kenntnis
genommen und wenn, wurde er nur rechts verortet.
- Seit dem 7. Oktober aber explodiert er geradezu in all
seinen Facetten und vor allem der israelbezogene, der
den alten Hass auf Jüdinnen und Juden nun auf den
Staat Israel projiziert.
- Der Antisemitismus hat sich global aufgestellt,
vernetzt, ist äußerst aggressiv, ist in den Mittelpunkt
der medialen Aufmerksamkeit gerückt, aber leider
nicht als eine zu bekämpfende, sondern als eine
verbindende Erscheinung.
- Wir stehen solidarisch an der Seite Israels, dem
einzigen jüdischen Staat weltweit, dem Staat der
Holocaustüberlebenden und deren Nachkommen, dem
Staat, der auf der Asche von Auschwitz entstanden ist,
der eine Lebensversicherung für Jüdinnen und Juden
weltweit sein soll.
- Und wie wichtig dieser Schutz ist, wie wichtig eine
sichere Heimstätte für Jüdinnen und Juden ist,
erleben wir derzeit in dramatischer Weise.
- Und weil wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass der
Antisemitismus in allen Milieus vorkommt, sehen wir
die Notwendigkeit, uns auch überparteilich und
gesamtbürgerlich zu organisieren, um gemeinsam das
Übel des Antisemitismus zu bekämpfen.
- Deshalb haben wir uns zu der Aachener Initiative
„gemeinsam gegen Antisemitismus“
zusammengeschlossen und möchten viele motivieren,
sich uns anzuschliessen



