A First: A US Military Facility in Israel

Today, the IDF announced a key development in Israel-US relations: a permanent US Military facility on Israeli soil, located within an Israeli Air Force (IAF) base in southern Israel. “We’ve established, for the first time in the State of Israel, the IDF, a permanent US Military facility, flying the American flag,” says Brig. Gen. Zvika Haimovich, commander of the IAF’s Aerial Defense Division. The facility, located within the IAF’s School of Aerial Defense, will house dozens of American soldiers, permanently stationed in Israel as part of a task force.

https://www.idfblog.com/2017/09/18/us-military-facility-in-israel/

IAF Patriot Missile Shoots Down Hezbollah UAV in Golan Heights

Today, at approximately 1:30 PM, an unmanned aerial vehicle (UAV) infiltrated Israeli airspace over the Golan Heights. According to IDF intelligence, the Iranian-made UAV was operated by Hezbollah, and took off from Damascus Military Airport. The UAV was being used for a  reconnaissance mission along the border and in the Golan Heights. When it was observed crossing the Bravo Line into the demilitarized zone between Israel and Syria, the IDF decided to intercept it. The UAV was shot down by a single Patriot missile, which was fired by the IAF’s Aerial Defense forces.

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https://www.idfblog.com/2017/09/19/hezbollah-uav-patriot-missile-idf/

„Wir haben nichts aus der NS-Zeit gelernt“

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

„Wir haben nichts aus der NS-Zeit gelernt“
Sein Vater war ein Topnazi. Für Niklas Frank ein Schock, der bis heute wirkt. Daher redet er über die NS-Verbrechen, nun in Baesweiler.

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19.09.2017

„Wir haben nichts aus der NS-Zeit gelernt“

Sein Vater war ein Topnazi. Für Niklas Frank ein Schock, der bis heute wirkt. Daher redet er über die NS-Verbrechen, nun in Baesweiler.

Baesweiler.Niklas Frank, geboren 1939, ist das jüngste von vier Kindern von Hans Frank, der im Jahr des Überfalls auf Polen 1939 von Adolf Hitler zum obersten Chef der Zivilverwaltung im Generalgouvernement Polen ernannt wurde. Niklas Frank hat sich 1987 mit seinem Buch „Der Vater. Eine Abrechnung“ geoutet, der Sohn eines Judenmörders zu sein. Seitdem liest der heute 78-Jährige aus seinen Büchern, die einen Einblick darüber geben, wie er seine Kindheit während des NS-Regimes und danach, verbracht hat. Er hadert immer noch mit der Vergangenheit seiner Familie.

Im Rahmen der Workshopreihe „Geschichte verstehen – Zukunft gestalten“ der Volkshochschule Nordkreis Aachen und des Geschichtsvereins Baesweiler ist Frank am Freitag, 29. September, 19 Uhr, im Baesweiler Gymnasium zu Gast. Vorher hat er mit Katrin Fuhrmann gesprochen.

Herr Frank, denken Sie noch oft an Ihren Vater?

Niklas Frank: Ich denke täglich an ihn. Und schüttele täglich den Kopf über das, was er angerichtet hat. Als hochgebildeter Mensch wusste er genau, dass er einem verbrecherischen System nicht nur dient, sondern es aktiv mitgestaltet.

„Die deutsche Zeitgeschichte hat einen hervorragenden Job gemacht. Nur im deutschen Volk wird weiter geschwiegen.“

Viktor Frank,

Journalist und Autor

Welche Erinnerung haben Sie an ihn?

Frank: Ich mochte meinen Vater nicht. Das kam sicher daher, dass er mich zunächst nicht als seinen Sohn anerkannt hat. Er dachte, ich sei der Sohn seines besten Freundes, mit dem meine Mutter ein Verhältnis hatte.

Wie zeigte er Ihnen das?

Frank: Es gab eine Szene, die sich mir eingebrannt hat. Ich war damals drei oder vier Jahre alt. Ich lief um einen großen runden Tisch herum, weil ich in die Arme meines Vaters wollte. Doch er ließ mich nicht ran, bewegte sich so, dass er mir immer gegenüber war. Und ich heulte. Dazu spöttelte er: „Ja, was willst du denn? Du gehörst doch gar nicht zur Familie, du bist doch ein Fremdi!“ Wer von einem Elternteil zurückgewiesen wird, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er geht psychisch unter, oder er baut eine gesunde Distanz auf. Unbewusst wählte ich Letzteres. Es muss damals noch eine dritte Person im Raum gewesen sein, denn bei meinen Geschwistern wurde ich später immer als „Fremdi“ bezeichnet, wenn sie sauer auf mich waren.

Wenn Sie noch einmal die Möglichkeit hätten, mit Ihrem Vater zu sprechen. Was würden Sie ihm sagen?

Frank: Ich wäre sicher sehr wütend und würde als Erstes sagen: „Vati, du warst eine so feige Sau. Aus lauter Feigheit wurdest du zum Massenmörder und hast es deshalb sogar bis zum Galgen geschafft. Diesen Tod hast du verdient!“ Dann würde ich ihn mit allen Dokumenten, Briefen, Reden konfrontieren, die ich gesammelt habe.

Als Polen während des Krieges zum riesigen Friedhof wurde, lebte ihre Familie im Luxus. Wie empfinden Sie das heute? Schämen Sie sich?

Frank: Warum soll ich mich dafür schämen? Ich wurde in diesen Luxus hineingeboren. Als Kind ist man unschuldig.

Was haben Sie von der Herrschaft Ihres Vaters mitbekommen?

Frank: Ich wusste sehr bald und genoss es auch, dass ich Kind eines mächtigen Mannes war und mir alles leisten konnte. Vor allem jede Menge Frechheiten gegen unser Dienstpersonal und die in meinen Augen blöden Sekretärinnen.

Wann haben Sie gemerkt, dass die Herrschaft Ihres Vaters verbrecherisch war?

Frank: Nach Kriegsende 1945. Ich war sechs Jahre alt, mein Vater war von den Amis schon verhaftet worden. Da sah ich im Sommer oder Herbst erstmals in der Zeitung Fotos von KZ-Leichen, auch von Kindern in meinem damaligen Alter. In der Bildunterschrift kam immer das Wort „Polen“ vor. Das war ein Schock, der bis heute nachwirkt. Plötzlich war mein Vater, den ich nicht leiden konnte, obendrein mit Leichenbergen verbunden.

Hat Ihre Mutter Ihnen erklärt, warum Ihr Vater verhaftet und mit 46 Jahren zum Tode verurteilt wurde?

Frank: Ich erinnere mich nicht. Natürlich war während der Dauer des Nürnberger Prozesses eine große Anspannung bei ihr und uns Kindern. Es wurde auch urkatholisch viel für seine Rettung gebetet. Meine Mutter, die während ihrer Zeit „als Königin von Polen“ an Schmuck und Pelzen zusammenraffte, was sie nur kriegen konnte, hat allerdings unseren Vater nie als ein unschuldiges Opfer verherrlicht. Das fand ich toll. Eine erzieherische Glanzleistung, für die ich ihr dankbar bin. Drei meiner vier Geschwister haben dagegen unseren Vater bis zu ihrem Tod als unschuldiges Opfer von Hitler, Himmler und der sogenannten Siegerjustiz verteidigt.

Hans Frank wurde in der Nacht zum 16. Oktober 1946 hingerichtet. Erinnern Sie sich an diese Zeit?

Frank: Vor der Urteilsverkündung durften wir ihn im Nürnberger Gefängnis besuchen. Ich wusste, dass er hingerichtet wird, denn sein Verteidiger hatte schon im Sommer 1946 meiner Mutter gesagt, dass für ihn keine Hoffnung bestünde. Sie müsse mit dem Todesurteil rechnen. Das hatten auch wir Kinder erfahren. Also war mir klar, dass es mein letztes Treffen mit meinem Vater sein würde. Doch was macht der Kerl hinter der Glasscheibe neben dem Ami-Soldaten? Er belügt mich!

Inwiefern?

Frank: Er strahlte mich an und sagte, dass wir bald lustig Weihnachten feiern würden in unserem Haus am Schliersee. Baff saß ich auf dem Schoß meiner Mutter und dachte: „Warum lügt er? Er weiß doch, dass er gehängt wird!“

Was hätten Sie sich stattdessen von ihm gewünscht?

Frank: Er hätte mir ehrlich sagen sollen, dass er aus Karrieresucht und nachgerade homoerotischer Liebe zu Hitler ein verbrecherisches Leben geführt habe: „Niki, ich bin ein Massenmörder. Werd‘ nur nicht so wie ich!“ Stattdessen sondert er diesen Mist übers gemeinsame Weihnachtsfest ab. Wenn er mir wenigstens empfohlen hätte „Wirf bitte nie Büroklammern weg!“, wäre das ehrlicher gewesen.

Wie war Ihre Kindheit?

Frank: Ich war das reiche, übermäßig beschenkte Kind eines Topnazis, was ich genoss. Den ungeliebten Vater sah ich selten. Also war es eine glückliche Kindheit. Ich habe bis Kriegsende nie hungern, in Bombennächten nie in irgendeinem Bunker sitzen müssen. Mir ging es prächtig.

Wann kam der Punkt, an dem Sie entschieden haben, sich öffentlich mit Ihrer Familie auseinanderzusetzen?

Frank: Diesen Punkt erreichte ich spät. Als ich das Buch über meinen Vater schrieb, lebte ich schon auf die 50 zu. Mir war bewusst geworden, dass ich Mitglied eines Volkes bin, das zwar scheinheilig jede Menge Denkmäler für seine Opfer errichtet, aber dennoch nicht bereit ist, unsere entsetzlichen Verbrechen zwischen 1933 und 1945 wirklich anzuerkennen. Wer unsere Verbrechen nicht anerkennt, kann den Schmerz darüber nicht empfinden. Dieser Schmerz macht einen wachsam gegen Diktatorisches und lässt einen trotzdem ein pralles Leben führen. Doch leider ist bei uns bis heute Schweigen Trumpf im Volk. Die große Chance der Entnazifizierung haben wir in üblicher Feigheit mit Lug und Trug vergeigt. Wir haben nichts aus der NS-Zeit gelernt. Wir wissen, dass mangelnde Zivilcourage bis in Gaskammern führen kann. Und was leben wir? Einen schakalstarken Antisemitismus und – ganz frisch – das herrliche Gefühl gegenüber den Flüchtlingen, uns wieder als gnadenlose Herrenrasse aufmandeln zu können!

Bereuen Sie es heute, dass Sie Ihren Vater mit Ihrem Buch sozusagen verraten haben?

Frank: Eine erstaunliche Frage! Was soll daran „Verrat“ sein, wenn ich meinen rechtmäßig als Massenmörder verurteilten Vater einen Massenmörder nenne?

Inwieweit tragen Kinder Verantwortung für das Handeln Ihrer Vorfahren?

Frank: Keine. Schuld ist immer persönlich. Kinder haben niemals Schuld an dem, was ihre Eltern verbrochen haben. Entscheidend ist doch – hier wiederhole ich mich –, dass wir, was zwischen 1933 bis 1945 passiert ist, anerkennen. Das heißt nicht, dass wir alle mit einem Dackelblick rumlaufen müssen oder bei dem Wort „Jude“ sofort den Hammer des Holocaust auf uns niederfahren sehen – was uns übrigens wieder wütend macht und unsere Abneigung gegen die Juden, die uns dieses leidige Schuldgefühl eingebrockt haben, zum Hass verstärkt. Wegducken ist gefährlich. Verschweigen ist gefährlich. Die deutsche Zeitgeschichte hat einen hervorragenden Job gemacht. Nur im deutschen Volk wird weiter geschwiegen. In der dritten Generation schon. Wer seinen Kindern und Kindeskindern nicht die eigene Feigheit während der Hitler-Zeit gesteht, zum Beispiel erzählt, wie man peinlich berührt wegschaute, als der jüdische Nachbar abtransportiert wurde, „vererbt“ den feigen deutschen Charakter. Nur das Aussprechen sorgt für gesunde Psyche.

Das Aussprechen hat Ihnen geholfen?

Frank: Ja. Gegen dieses vermaledeite Schweigen habe ich meine eigene Familie ans Licht und in den Dreck gezogen, um ein Beispiel zu geben, wie wir mit unseren Eltern und Großeltern hätten umgehen sollen, damit sie endlich die Wahrheit erzählen. Diese Wahrheit in den Familien hätte dafür gesorgt, dass wir uns in der Mehrheit nicht mehr als Volk der Opfer suhlen würden. Wir sind noch immer das Volk der Täter.

Glauben Sie, dass so etwas wie 1933 noch mal passieren könnte?

Frank: Selbstverständlich! Ich jedenfalls spüre, wie es unter all dem demokratischen Getue in der deutschen Seele brodelt. Von 80 Millionen Menschen sind höchstens ein Viertel echte Demokraten. Die restlichen drei Viertel bilden eine Mistkugel, auf der diese verzweifelten Demokraten herumkriechen, um sie in die richtige Richtung zu rollen – vermutlich vergeblich.

Sollte man sich mit Menschen, die Fakten leugnen, noch auf ein Gespräch einlassen?

Frank: Unbedingt. Auch die faschistischsten deutschen Rechtsradikalen tragen Fotos von ermordeten Juden und Leichenbergen in ihrem Hirn. Wenn mich zum Beispiel die AfD einlädt, mir 1000 Euro Schmerzensgeld und die Reisekosten zahlt, diskutiere ich gerne mit denen und lasse sie vor Wut kochen. Aber helfen wird“s nichts: Wer gnadenlos seine Unmenschlichkeit als Form auserwählten Menschseins leben will, an den kommt man nicht ran.

Wann setzen Sie sich zur Ruhe?

Frank: Solange ich von mutigen Menschen eingeladen werde und beim Lesen und Diskutieren nicht nach jedem Satz wiederbelebt werden muss, ziehe ich das durch. Es bedarf eines gewissen Mutes, mich einzuladen. Die das tun, sind tolle Demokraten. Und die Zuhörer erzählen dann sehr oft über das Schweigen in ihren Familien und fragen mich, wie sie das aufbrechen können. Dann weiß ich, dass ich nicht ganz falsch liege und bekomme wieder ein bisschen Hoffnung auf ein demokratisches Deutschland. Ich bin sicher, dass sich diese Hoffnung in Baesweiler verstärken wird.

Weitere Bücher von Niklas Frank und Veranstaltungen zum Thema

Niklas Frank hat neben dem Buch „Der Vater – eine Abrechnung“ auch die Bücher „Meine deutsche Mutter“ (Eigenverlag Brigitte Frank unsel. Erben), „Bruder Norman!“ und „Dunkle Seele Feiges Maul“ (beide Dietz-Verlag), veröffentlicht.

Im Rahmen der Workshopreihe „Geschichte verstehen – Zukunft gestalten“ der Volkshochschule Nordkreis Aachen und des Geschichtsvereins Baesweiler gibt es noch weitere Veranstaltungen.

Am Samstag, 30. September, 17 Uhr, geht es um „Ideengeschichtliche Vorläufer des Nationalismus“ mit Michael Sulies, Universität Göttingen. „Vorstellungen der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft“ beleuchtet am Samstag, 18. November, 14 Uhr, Kerstin Thieler, Universität Köln.

Matthias Krischel vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Düsseldorf, stellt „Die Rolle der Ärzte und medizinischen Institutionen“ am Samstag, 13. Januar, 14 Uhr, in den Mittelpunkt. Die ersten zwei Veranstaltungen nebst Einführungsabenden einen Tag zuvor finden im Gymnasium Baesweiler statt, die dritte in der Burg Baesweiler.

Wer Fragen hat, das Projekt „Geschichte verstehen – Zukunft gestalten“ unterstützen oder sich anmelden möchte, wende sich an die Leiterin der VHS Nordkreis Aachen, Jana Blaney: jana.blaney@vhs-nordkreis-aachen.de oder ☏ 02404/906314.

Niedersächsischer AfD-Politiker leugnet Holocaust

Das niedersächsische AfD-Vorstandsmitglied Wilhelm von Gottberg hat den Massenmord an den Juden offenbar als „Mythos“ bezeichnet. Bei einem Einzug seiner Partei in den Bundestag im September könnte er dessen Alterspräsident werden.

https://mobil.nwzonline.de/politik/niedersachsen/afd-politiker-nennt-holocaust-mythos_a_31,2,2711559586.html

Hinter dem Hamas-Angebot steckt kalte Berechnung

Die Hamas will ihre Macht im Gaza-Streifen an die verfeindete Fatah abgeben. Auf den ersten Blick eine Sensation, doch die Geste schafft Stoff für Konflikt. Nun ist Abbas am Zug – und befindet sich in einer heiklen Lage.

https://www.welt.de/politik/ausland/article168729461/Hinter-dem-Hamas-Angebot-steckt-kalte-Berechnung.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton

Versöhnung im Gazastreifen? Hamas will Verwaltung abgeben

Die radikalislamische Hamas riss 2007 die alleinige Macht im Gazastreifen an sich. Nun geht sie nach Jahren der Konfrontation auf Palästinenserpräsident Abbas zu. Dessen Fatah reagiert vorsichtig.

https://www.welt.de/politik/ausland/article168713525/Versoehnung-im-Gazastreifen-Hamas-will-Verwaltung-abgeben.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton

Verleumderische Geschichte über Räumung in Jerusalem verbreitet sich wie Lauffeuer

Die Geschichte der Vertreibung der arabischen Familie Shamasneh aus einem Haus im Jerusalemer Viertel Shimon Hatzaddik hat sich wie ein Lauffeuer in der ganzen Welt verbreitet (siehe hier, hier und hier). Das Thema erschien in zahllosen arabischen Medien und sogar in der gemässigten westlichen Mainstream-Presse wie etwa der Washington Post oder der Times of London.

http://www.audiatur-online.ch/2017/09/15/verleumderische-geschichte-ueber-raeumung-in-jerusalem-verbreitet-sich-wie-lauffeuer/