„Warst du schon mal in Israel?“

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„Warst du schon mal in Israel?“
Dmitrij Kapitelman liest aus seinem Buch „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“. Veranstaltung in der Buchhandlung Schmetz am Dom findet im Rahmen der Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“ statt.

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23.05.2017

„Warst du schon mal in Israel?“

Dmitrij Kapitelman liest aus seinem Buch „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“. Veranstaltung in der Buchhandlung Schmetz am Dom findet im Rahmen der Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“ statt.

Von Eva Onkels

Aachen. Viele Geschichten, die davon erzählen, wie jemand seine eigene Identität findet oder sich mit einem geliebten Menschen auseinandersetzt, sind geprägt von schmerzhaften Erkenntnissen oder traurigen Einblicken. Ganz anders ist das Buch „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“ von Dmitrij Kapitelman. Im Rahmen der Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“, die sich mit dem jüdischen Leben hier und heute beschäftigt, las Kapitelman in der Buchhandlung Schmetz am Dom einige Kapitel aus dem Buch vor.

Das Buch behandelt die Reise von Dmitrij und seinem Vater Leonid, den er im Buch liebevoll konsequent „Papa“ nennt, nach Israel. „Und plötzlich gibt es keine Frage, die ich meinem Vater dringender stellen wollte: Papa, warst du schon mal in Israel?“ Damit beginnt das Buch. Dmitrij Kapitelman wurde 1986 in Kiew geboren, wuchs dort auf und emigrierte mit seiner Familie 1994 nach Deutschland; nach Leipzig, um genau zu sein.

Den Vater verstehen

Dabei ist das Leben als Jude weder in der Ukraine noch in Deutschland einfach, auch wenn Kapitelman seinen Vater als jemanden bezeichnet, dem es zwar wichtig ist, dass Dustin Hoffman Jude ist, der selbst aber „mit dem religiösen Judentum abgeschlossen hat“. Schließlich wird die Entscheidung getroffen, das Vater und Sohn nach Israel gehen, um das Land kennenzulernen, alte Freunde zu treffen, vielleicht die alte Briefmarkensammlung, die „Papa“ einst einem Freund mitgegeben hatte, wiederzufinden.

Kapitelman geht es aber auch darum, seinen Vater besser zu verstehen, zu wissen, wohin er und sein Vater eigentlich gehören: „Ich sehnte mich nach meinem unsichtbaren Vater“, hält der junge Autor im ersten Kapitel fest. Schon das ist trotz einer gewissen Tragik voller Humor. Das liegt am Lesestil des jungen Autors, aber auch an seiner Wortwahl: „Wir lieben uns bedingungslos – allerdings hat diese bedingungslose Liebe einige Bedingungen.“ Nach einem kurzen, erklärenden Intermezzo meinte Kapitelman: „Ab jetzt wird es lustiger.“ Im Publikum machte sich leichtes Lachen bemerkbar machte. Daraufhin erzählte Kapitelman von der Ankunft in Israel, von den Flughäfen und von Borja, einem aus der Ukraine nach Israel ausgewanderten alten Freund seines Vaters.

Der Vater erweist sich auch in Israel zunächst weniger an der israelischen Kultur interessiert als vielmehr an dem Umstand, dass man dort Wäsche zum Trocknen nach draußen hängt: „Hier hängt ja überall Wäsche – wie bei uns in Kiew“, ruft er aus und lässt die Anmerkung, dass es auch in Deutschland Leute gibt, die ihre Wäsche draußen aufhängen, nicht zu: „In Deutschland habe ich das noch nie gesehen.“ Diskussion beendet.

Über eine Reihe weiterer kleinerer Erlebnisse kommen Vater und Sohn sich im weiteren Verlauf des Buches näher, vielleicht findet Leonid Kapitelman sogar zu seinem Glauben, und auch Dmitrij lernt etwas über sich selbst.

Ein Buch über Emanzipation

In der anschließenden Fragerunde berichtete der Autor, wie erstaunt er darüber war, dass er sich in Israel verhältnismäßig einfach einbürgern lassen könne, und dass er dort als Jude gilt, obwohl seine Mutter keine Jüdin ist. Gleichzeitig macht er aber auch deutlich, dass er das Buch nicht als Selbstfindungsroman versteht: „Im Prinzip ist es kein Buch über Identität, sondern über Emanzipation.“

Vielleicht sollte man das Buch auch genauso lesen, und vielleicht erklärt sich auch dann, warum es eben nicht tragisch, sondern herrlich komisch, leicht und dennoch filigran und zerbrechlich wirkt.

„Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“, ISBN: 978-3-446-25318-6, ist im Buchhandel als Hardcover für 20 Euro erhältlich. Das Buch gibt es auch als E-Book.

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