Zentralrat der Juden protestiert gegen Ehrung

Nach Kritik des Zentralrates der Juden in Deutschland an der Vergabe des Göttinger Friedenspreises 2019 an den Verein »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« hat Göttingens Oberbürgermeister Rolf‐Georg Köhler (SPD) empfohlen, die Preisverleihung zunächst auszusetzen. Er reagierte damit auf ein Schreiben des Zentralratspräsidenten Josef Schuster.

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/zentralrat-der-juden-protestiert-gegen-ehrung/

Gewalt gegen Juden in Deutschland stark gestiegen

Die Zahl der antisemitischen Gewalttaten hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt – von 37 auf 62.

  • Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die dem „Tagesspiegel“ vorliegt.
  • Die Polizei registrierte bisher bundesweit 1646 antisemitische Straftaten. Das sind knapp zehn Prozent mehr als 2017.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article188706869/Antisemitismus-Gewalt-gegen-Juden-in-Deutschland-stark-gestiegen.html

Hamas und Islamischer Dschihad – Kriegsverbrechen gegen Kinder und Frauen

Als die Hamas vor zehn Monaten ihre wöchentlichen Demonstrationen entlang der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel startete, schickte sie zunächst die Männer und deren Familienangehörige zur Teilnahme an den Protesten. Einige Wochen später wies die Hamas ihre Männer jedoch an, sich von der Grenze fernzuhalten, nachdem viele von ihnen von der israelischen Armee entdeckt und getötet wurden. Der überwiegende Teil der bei den Gewalttaten getöteten Hamas-Männer gehörte dem «Militärflügel» der Gruppe, den Al-Qassam-Brigaden an. Weitere gehörten zu einer anderen terroristischen Gruppe, dem Islamischen Dschihad.

https://www.audiatur-online.ch/2019/02/12/hamas-und-islamischer-dschihad-kriegsverbrechen-gegen-kinder-und-frauen/

Schurken feiern ihren 40.

Das Regime im Iran lässt 40 Jahre Revolution feiern. Im ganzen Land sind Hunderttausende bei Regierungsdemonstrationen auf die Straßen gegangen. Die Parolen: „Tod für Amerika!“, „Tod für Israel!“, „Tod für Großbritannien!“. NWZ-Nachrichtenchef Alexander Will meint, damit sollte Deutschland nichts zu schaffen haben.

https://www.nwzonline.de/meinung/oldenburg-nwz-kommentar-zum-jahrestag-der-iranischen-revolution-schurken-feiern-ihren-40_a_50,3,3940187825.html

Lieber tot als lebendig?

Sobald sich in Deutschland der Holocaust-Gedenktag nähert, fühlt sich alles, was Rang und Namen hat, berufen, in ein rührenden Trauergesang einzustimmen. Auch wenn sich der Bundespräsident zuvor mit einem Kranz posthum vor dem Grab des Judenmörders Arafat verneigt hat, lässt er es sich nicht nehmen, staatstragend den toten Juden im Bundestag zu gedenken. Da möchte ihm Parteikollege, Außenminister Heiko Maas, natürlich in nichts nachstehen und gedenkt der Shoa Opfer in rührendem Wortgeschwall gleich auf allen Kanälen. Er ist schließlich wegen Auschwitz in die Politik gegangen.

https://tapferimnirgendwo.com/2019/02/12/lieber-tot-als-lebendig/

»Tel Aviv und Haifa dem Erdboden gleichmachen«

Iranischer Kommandeur droht mit Angriff auf Israel

Ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat mit einem Angriff auf Tel Aviv und Haifa gedroht, falls die USA den Iran angreifen sollte. »Die USA sollten wissen, dass wir bei einem militärischen Angriff auf uns Tel Aviv und Haifa dem Erdboden gleichmachen würden«, sagte General Jadollah Dschawani, Chef des IRGC‐Politbüros, am Montag.

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/tel-aviv-und-haifa-dem-erdboden-gleichmachen/

Sicherheitsdienste: Die Ermordung von Ori Ansbacher war ein Terroranschlag

Der israelische Sicherheitsdienst Shin Bet teilte am Sonntag mit, dass der brutale Mord an der 19-jährigen Ori Ansbacher ein Terroranschlag war.

Der Geheimdienst, der die Untersuchung mit Unterstützung der israelischen Polizei durchführt, hatte sich trotz entsprechender Verlautbarungen von Politikern und Analysten, die kurz nach dem Fund von Ansbachers Leiche in einem Wald am Stadtrand von Jerusalem am Donnerstagabend begannen, mit der Ankündigung eines Terrormotivs zurückgehalten.

https://www.audiatur-online.ch/2019/02/11/sicherheitsdienste-die-ermordung-von-ori-ansbacher-war-ein-terroranschlag/

Neue Stolpersteine erinnern an die Opfer

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind jetzt in Aachen verlegt. Gestern kamen sieben weitere hinzu.

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/8e60148915

07.02.2019

Neue Stolpersteine erinnern an die Opfer

70 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind jetzt in Aachen verlegt. Gestern kamen sieben weitere hinzu.

VON RAUKE XENIA BORNEFELD

Aachen 70 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind jetzt in Aachen verlegt. Gestern kamen sieben hinzu, die sehr unterschiedlichen Opfern der Nationalsozialisten gewidmet sind: einem Melker aus Vetschau, einem KPD-Politiker sowie fünf Spielern und Funktionären der Alemannia. Der anonymen Zahl der Opfer des Nationalsozialismus werden durch die Verlegung der Stolpersteine von Gunter Demnig individuelle Namen und Schicksale entgegengesetzt und die Menschen vor dem Vergessen bewahrt.

Mit der Ausstellung „Alemannia 1933 bis 1945 – Fußball zwischen Sport und Politik“ hatte der 1900 gegründete Turn- und Sportverein seine Rolle im Nationalsozialismus aufgearbeitet. „Durch den vorauseilenden Gehorsam auch der Alemannia konnte das dunkelste Kapitel unserer Geschichte erst das dunkelste werden“, sagte der Präsident Martin Fröhlich gestern bei der Verlegung in der Thomashofstraße. Dort wurden Stolpersteine für Max Salomon, Spieler in der Mannschaft, die 1931 die Rheinbezirksmeisterschaft gewann, sowie für den Funktionär Erich André verlegt. „So etwas darf nie wieder passieren“, betonte Martin Fröhlich.

Die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs hatte die Verlegung von sieben Stolpersteinen organisiert. Für Max Salomon, Erich André (Thomashofstraße 15 und 17), Fritz Moses (Jülicher Straße 80), Hans Silberberg (Aretzstraße 80) und Robert Salomon (Bismarckstraße 92) konnten die letzten frei gewählten Wohnorte ermittelt werden, für Eduard Levy und Dagobert Pintus gelang das bislang leider nicht. „Juden waren fester Bestandteil der Alemannia, ohne das daran jemand Anstoß nahm. Umso schlimmer ist es, dass auch niemand daran Anstoß nahm, als sie ziemlich schnell aus dem Verein gedrängt wurden“, sagte Thomas Wenge, Sprecher der Fan-IG bei der Verlegung. Auch ein Max-Salomon-Weg an der Südseite des Tivoli wird demnächst an den jüdischen Alemannia-Stürmer erinnern.

Die Dorfgemeinschaft hat sich in Vetschau dafür stark gemacht, dass jetzt am Niersteiner Hof ein Stolperstein an Siegfried Randerath erinnert. Der Melker des Hofes von Hubert Lausberg hatte sich 1920 mit 15 Jahren taufen lassen. Weil er als werdender Vater das Aufgebot für eine Ehe mit einer jungen Aachenerin bestellte, wurde er im Nazi-Jargon wegen seiner jüdischen Eltern als „Volljude“ eingeordnet und 1937„aus dem Stall heraus verhaftet“, wie Franz-Josef Lausberg aus den Erzählungen seines Großvaters berichtete. Randerath wurde zu siebeneinhalb Monaten Zuchthaus wegen „Rassenschande“ verurteilt, „kam doch nie wieder frei“, erklärte Peter Johannes Droste, der mit der Dorfgemeinschaft das Leben  Randeraths recherchiert hat. Der Knecht des Niersteiner Hofs wurde 1942 in Majdanek ermordet.

Ein frühes Opfer der Faschisten

Achim May fand bereits 1933 den Tod. „Er ist eins der ersten Opfer der faschistischen Diktatur in Aachen“, stellte Heiner Krüger vom Bertram-Wieland-Archiv in Düren fest. Für den KPD-Politiker und Redakteur der „Arbeiterzeitung für den Regierungsbezirk Aachen“ verlegte Demnig auf Initiative des Archivs an Mays letztem frei gewähltem Wohnort am Muffeter Weg 57 einen Stolperstein. May wurde am 16. Juni 1933 verhaftet, gefoltert und später angeblich „auf der Flucht erschossen“, wie das Regime Mays Lebensgefährtin wissen ließ. Er wurde anonym nahe Jülich begraben.

„Als Kommunist ist er aus der bürgerlichen Mitte herausgetreten. Deshalb wurde in unserer Familie nicht über ihn gesprochen“, erzählte Mays Nichte, Margit Kiefer. „Heute genießt mein Onkel meine Hochachtung, weil er mir gezeigt hat, dass man sich anders entscheiden konnte. Es bleibt wichtig, Herrschaft zu hinterfragen.“