Warum gab es 1948 keinen palästinensischen Staat?

Hervorgehoben

Mittwoch, 25. April 2018, 19 Uhr

Vortrag • Dr. Matthias Küntzel

Eigentlich hätten die Araber in Palästina 2018 den 70. Jahrestag ihres Staates feiern sollen. Denn die Errichtung eines arabischen Staates in Palästina war Bestandteil des Teilungsbeschlusses, den die Vereinten Nationen im November 1947 mit Zweidrittel-Mehrheit beschlossen. Doch sah der UN-Beschluss auch einen jüdischen Teilstaat vor. Dessen Existenz zu vernichten, schien damals einer Mehrheit der Araber aber wichtiger, als einen Staat für die arabischen Bewohner des Mandatsgebiets zu gründen. Also griffen, als Israel im Mai 1948 seine Unabhängigkeit erklärte, fünf arabische Armeen den neugegründeten Staat vom Norden, Süden und Osten aus an. Dieser verhängnisvolle Krieg kostete nicht nur 6 000 Juden und ungezählte Araber das Leben, er führte auch zur Flucht und Vertreibung von Hundertausenden Arabern und prägte damit den bis heute ungelösten Nahostkonflikt. Weniger bekannt: 850 000 Juden mussten aus arabischen Ländern fliehen.
Warum aber überfielen die Araber 1948 gegen den ausdrücklichen Willen der UN, der USA und der Sowjetunion den jungen Staat Israel? Welche Rolle spielte die antisemitische Propaganda, die Nazi-Deutschland zwischen 1939 und 1945 in der arabischen Welt verbreiten ließ?
Inwieweit wirkt die damalige Ablehnung des Teilungsplans bis heute nach? Der Referent wird diese Fragen beantworten und sich der Diskussion stellen. Dr. Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Historiker aus Hamburg, hat die historische Verbindung von Islamismus und Antisemitismus 2002 in seinem Buch Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg thematisiert. Sein mehrfach preisgekröntes Buch erschien auf Englisch, Französisch, Hebräisch und Griechisch und löste eine internationale Debatte über die Ursprünge des Antisemitismus im Nahen Osten aus. Von 2004 bis 2015 war Küntzel externer associate researcher beim Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew University in Jerusalem. 2011 wurde er von der Anti-Defamation League (ADL) mit dem Ehrlich-Schwerin-Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

Alle Vorträge finden in der Volkshochschule Aachen,
Peterstraße 21–25, Forum, 2. Etage statt.
Der Eintritt ist frei.

Israel – Islam – Frieden

Hervorgehoben

Dienstag, 8. Mai 2018, 19 Uhr

Vortrag • Prof. Dr. Bassam Tibi

Der Politikwissenschaftler und Islamologe Bassam Tibi, emeritierter Leiter des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen und A.D.
White Professor an der Cornell University, hat unter anderem in Yale, Harvard, Berkeley, Princeton und einem Dutzend anderer internationaler Hochschulen unterrichtet.
In seinem mittlerweile 30 Bände umfassenden Werk hat er sich immer wieder auch mit dem islamistischen Antisemitismus beschäftigt, den er als eine genocidal
ideology charakterisiert. In diesem Kontext ist er zuletzt als scharfer Kritiker der deutschen Einwanderungspolitik aufgetreten.
Am 8. Mai, dem Jahrestag der Beendigung des 2. Weltkriegs, spricht Bassam Tibi über die Möglichkeiten und die realistischen Aussichten auf einen Frieden im Nahen
Osten angesichts des machtpolitischen Gewichts von sich aus dem Islam erleitenden totalen Ansprüchen auf ein rein muslimisches Palästina.

Alle Vorträge finden in der Volkshochschule Aachen,
Peterstraße 21–25, Forum, 2. Etage statt.
Der Eintritt ist frei.

„Der Mossad kann jeden Ort und jeden Menschen erreichen“

Er gehörte zur Spitze des mächtigsten Geheimdienstes der Welt: Der Ex-Vize-Chef des Mossad, Ram Ben-Barak. Im Interview sagt er, welche Mossad-Klischees wahr sind – und erklärt, wie kompliziert das Leben eines Spions wirklich ist.

https://www.welt.de/politik/ausland/article175613249/Ex-Spion-Der-Mossad-kann-jeden-Ort-und-jeden-Menschen-erreichen.html

Islam-Experte Mansour rechnet mit deutscher Integrationspolitik ab

Anne Will diskutiert, ob Deutschland den Kampf gegen Antisemitismus zu verlieren droht. Ahmad Mansour stellt klare Forderungen an die Moscheen und die Muslime hierzulande. An der aktuellen Politik lässt er kein gutes Haar.

https://www.welt.de/vermischtes/article175702115/Anne-Will-Islam-Experte-Mansour-rechnet-mit-deutscher-Integrationspolitik-ab.html

Palästinensische Mission in Deutschland: Pseudo-juristischer Jargon ohne Substanz

Von Florian Markl

Die Palästinensische Mission in Deutschland verweist in ihrer Replik zur Untermauerung ihrer Position auf sieben Stellen aus den Genfer Konventionen – und keine einzige davon dreht sich tatsächlich um den angeblich darin behandelten Gegenstand. Die behauptete „zentrale Regel“ des „Rechts auf Rückkehr“ löst sich buchstäblich in nichts auf, sobald man den pseudo-juristischen Jargon durchdringt und die Substanz der Argumentation überprüft.

Link zum Beitrag: https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/palaestinensische-mission-in-deutschland-pseudo-juristischer-jargon-ohne-substanz/

„In Irak oder Syrien werden die Menschen antisemitisch sozialisiert“

Ahmad Mansour erklärt, warum Antisemitismus unter Irakern und Syrern so verbreitet ist: „Das ist Teil der Regimes gewesen, die Feindbilder zu pflegen und zu verbreiten.“ Sie hätten keine Hemmungen, diese Haltung öffentlich zu äußern.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article175683794/Ahmad-Mansour-In-Irak-oder-Syrien-werden-die-Menschen-antisemitisch-sozialisiert.html

Gaza-Rückkehrmarsch: Zahl der Teilnehmer nimmt sukzessive ab

„Bei den Protesten im Rahmen des ‚Großen Marschs der Rückkehr’, mit denen die Hamas und verschiedene Aktivisten im Gazastreifen am 30. März begannen, gab es letzten Freitag die bislang geringsten Teilnehmerzahlen und die geringste Zahl von Toten und Verletzten. Ein Palästinenser wurde getötet und es wurde von 528 Verletzten berichtet. Die israelischen Behörden haben beständig darauf beharrt, dass die […]

Link zum Beitrag: https://www.mena-watch.com/gaza-rueckkehrmarsch-zahl-der-teilnehmer-nimmt-sukzessive-ab/

Haftbefehl gegen Gürtelschläger vom Helmholtzplatz erlassen

Immer wieder drosch er mit einem Ledergürtel auf den israelischen Studenten Adam (21) ein. Offenbar, weil dieser eine Kippa trug.

Gestern Mittag, 12.30 Uhr, hat sich der Gürtel-Schläger vom Helmholtzplatz gestellt! Nach B.Z.-Informationen handelt es sich um Knaan S. (19). Er kam in Begleitung seiner Anwältin zum Landeskriminalamt.

https://www.bz-berlin.de/berlin/pankow/judenhasser-vom-helmholtzplatz-stellt-sich-der-polizei

Ein Jude aus dem Wedding

Muslimischer Antisemitismus hat zugenommen. Wenn man sich gegen ihn wehrt, kann das stärken

Mit 14 saß ich nach der Schule am U-Bahnhof Pankstraße im Berliner Bezirk Wedding. Ich hatte noch nicht so viele Freunde, aber Sahin, ein Deutschtürke, saß bei mir. Das war 1991, die Tage der Osloer Friedensgespräche. Aber was hatte ich mit Israel zu tun? Und mit Oslo? Nichts!

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31330