Leserbriefe AN / AZ vom 4.6.2018

Am 4.6.2018 standen mehrere Leserbriefe in der AN / AZ.

LESERRBRIEFSEITE AN / AZ

Wir haben daraufhin ebenfalls einen Leserbrief geschrieben, der wegen der Länge nicht  vollständig gedruckt werden konnte.

Veröffentlichter LESERRBRIEF AN / AZ

Hier ist unsere Stellungnahme:

Leserbrief

Wer sich informiert, ist klar im Vorteil!

Wenn ich die „israelkritischen“ Leserbriefe lese, frage ich mich, inwieweit sich der ein oder andere mit den Realitäten des Nahen Ostens vor dem Schreiben beschäftigt hat, soweit er dies überhaupt wollte.
Seitdem sich Israel 2005 aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat, wurden von dort aus weit über 10.000 Raketen und Granaten auf israelische Städte abgefeuert, allein in den letzten 14 Tagen fast 300 Mörsergranaten, was in Deutschland kaum berichtet wurde. Ist der Beschuss israelischer Städte nicht völkerrechtswidrig? Wer finanziert den Beschuss aus dem Gazastreifen? Unter anderem die Türkei und der Iran. Dem Iran stehen nach Abschluss des Iranabkommens über 100 Milliarden Dollar für weitere Kriege zusätzlich zur Verfügung. Israel hat als Reaktion auf den Beschuss ausschließlich militärische Anlagen im Gazastreifen angegriffen, unter anderem Waffenfabriken. Zahlreiche Filme und Quellen belegen dies.
Dutzende Male sind Kommandos aus dem Gazastreifen nach Israel eingedrungen, haben getötet und Geiseln genommen. Der Gazastreifen ist wegen der Angriffe gegen Israel daraufhin 2007 abgeriegelt worden. Täglich fahren über den israelischen Grenzübergang Kerem Shalom 800 – 900 LKW mit Versorgungsgütern in den Gazastreifen. Israel hilft also bei der Versorgung der Bevölkerung des Gazastreifens, im Gegenzug wird Israel aber aus dem Gazastreifen beschossen! Völlig unverständlich ist, warum die „friedlichen Demonstranten“ die Versorgungsleitungen in den Gazastreifen im Rahmen ihrer „Demonstration“ auch gleich in Brand gesteckt sowie den Grenzübergang verwüstet haben. Möchten dort bestimmte arabische und iranische Kräfte den Konflikt im Gazastreifen schüren?
Von Ägypten ist die Grenze fast durchgängig geschlossen, auch für Hilfsgüter, da die im Gazastreifen regierende Hamas nicht nur Israel bekämpft, sondern auch den IS auf dem Sinai unter anderem mit Waffen versorgt. Ägypten hat in den letzten Jahren hunderte Soldaten und Polizisten im Sinai im Kampf gegen den IS verloren, der dort von der Hamas aktiv unterstützt wird.
Falls es der ein oder andere nicht gelesen hat, Palästinenserpräsident Abbas hat jüngst Israel wieder mit der Aufkündigung der Sicherheitspartnerschaft gedroht, falls Israel die Blockade des Gazastreifens lockert. Wer sich über die Abriegelung des Gazastreifens beschwert, sollte nach den Ursachen und Urhebern fragen!
Der Iran betont immer wieder, dass er Israel vernichten will. Nachdem der Iran in den Gazastreifen Waffen und Geld schickt, um Israel zu bekämpfen, im Libanon die Hisbollah aufgebaut und mit 130.000 Raketen versorgt hat (entgegen einem UN Beschluss aus dem Jahr 2006), versucht der Iran sich in Syrien festzusetzen, um auch von dort aus Israel zu bekämpfen. Etliche Angriffe seitens iranischer Streitkräfte und deren Verbündeter sind bereits erfolgt. Soll Israel warten, bis der Iran mit seinen Kriegsvorbereitungen gegen Israel fertig ist? Soll Israel sich von dort wie auch vom Gazastreifen regelmäßig beschießen lassen? Wehret den Anfängen!
Israel hat sich im Bürgerkrieg in Syrien auf keine Seite gestellt. Verletzte, egal von welcher Kriegspartei, die zu bestimmten Punkten nahe israelischer Stellungen auf dem Golan gebracht werden, werden von Israel auch in Israel versorgt. Jede Eskalation im syrischen Bürgerkrieg geschah und geschieht ohne israelische Beteiligung, für die Massaker inklusive Chemiewaffeneinsatz in Syrien sorgen die Araber und Iraner schon selbst.
Zum Thema „62 Tote an der Grenze zum Gazastreifen“: Zwischen 30.000 – 40.000 Palästinenser haben sich seit Wochen jeweils freitags zum Ziel gesetzt, nach Israel einzudringen und die vor 70 Jahren verlorenen Häuser ihrer Eltern/Großeltern wieder zu besetzen. Das Ziel beschreibt Jahia Sinwar, Führer der Hamas in Gazastreifen, so: „Wir werden die Grenze niederreißen und ihre Herzen aus ihren Körpern reißen.“ Ist dies die Beschreibung einer friedlichen Demonstration? Als die Demonstranten versuchten, die Zäune niederzureißen und nach Israel einzudringen, wurde geschossen. Die Distanz zwischen den Demonstranten und den israelischen Soldaten betrugen dabei in der Regel unter 100 Meter. Es wurde nicht auf friedliche Demonstranten geschossen, sondern nur auf Personen, die versuchten, Zäune niederzureißen und nach Israel einzudringen. Personen, die mit Molotowcocktails auf Soldaten werfen, zum Teil mit Sturmgewehren schießen, Sprengfallen legen und Ähnliches sind keine friedlichen Demonstranten. Im Internet gibt es ausreichend Filmmaterial über die angeblich friedlichen Demonstranten, es möge sich jeder selbst ein Bild machen.
50 der 62 Toten waren Mitglieder des militärischen Arms der Hamas – also aktive Terroristen, wie die Hamas selbst bestätigt. Wer sich die palästinensischen Filmaufnahmen ansieht, die nicht von der Hamas geschnitten wurden, sieht, dass erst nach Tränengaseinsatz und anderen Mitteln die israelischen Scharfschützen auf die Beine der Gewalttäter geschossen haben, daher auch das Verhältnis von 2000 Verletzten zu 52 Toten. Hätte Israel gezielt töten wollen, sähe die Relation bei weitem anders aus!
Was wäre los, wenn 30.000 – 40.000 mittlerweile erwachsene Kinder von im Jahre 1945 Vertriebenen an der Grenze zu Polen aufmarschierten und zurück in die Häuser ihrer Eltern/Großeltern wollten? Wer versucht, in ein anderes Land widerrechtlich mit Gewalt einzudringen, dem muss klar sein, dass im Zweifel auch geschossen wird. Dieses Recht auf Verteidigung der Grenzen und der eigenen Bevölkerung hat jedes Land und jedes Volk – auch Israel!

Mit freundlichen Grüßen

Alexander E. Weyermann

stellv. Vorsitzender