Antisemitischer Angriff – Mann wirft Frau Stein an den Kopf

Als ein Mann eine 27-jährige Frau in Massing im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn mit einem ihrer Söhne Hebräisch sprechen hört, ruft er auf Arabisch „Jude“. Er wirft einen Stein nach ihr, der sie am Kopf trifft.

https://www.welt.de/vermischtes/article201357040/Bayern-Antisemitischer-Angriff-Mann-wirft-Frau-Stein-an-den-Kopf.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton

Aachener Kunstpreis nun doch an Walid Raad?

In Aachen herrscht Uneinigkeit über die Vergabe des Kunstpreises. Trotz des Rückzugs der Stadt nach Antisemitismusvorwürfen gegen den Preisträger Walid Raad wolle man an der Auszeichnung des libanesisch-amerikanischen Künstlers festhalten, sagte Michael Müller-Vorbrüggen vom Verein Freunde des Ludwig Forums am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Trotz Recherche habe man keinen Nachweis für eine antisemitische Haltung des Fotokünstlers finden können.

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/aachener-kunstpreis-nun-doch-an-walid-raad/

Kunstpreis für Raad

Aachen distanziert sich von Ehrung

Die Stadt Aachen will den von ihr gemeinsam mit dem Freundesverein des Ludwig Forums verliehenen Kunstpreis für das Jahr 2018 nicht an den libanesisch-amerikanischen Künstler Walid Raad überreichen – wegen Verdachts auf Antisemitismus.

https://edition.faz.net/faz-edition/feuilleton/2019-10-02/7a22ce3d0fea510ccef64992db3dd7df/?GEPC=s9&fbclid=IwAR09fyvj9J8RNX5PmSr3SCNinICYM3SUtin3Td8iquV5sT2Y2J8UMlBtfE0

Aachener Kunstpreis steht 2019 infrage

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Aachener Kunstpreis steht 2019 infrage
Stadt zieht sich von der geplanten Verleihung an Walid Raad zurück. Wie der Preisstifter entscheidet, ist noch offen.

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/2e43e09b2f

01.10.2019

Aachener Kunstpreis steht 2019 infrage

Stadt zieht sich von der geplanten Verleihung an Walid Raad zurück. Wie der Preisstifter entscheidet, ist noch offen.

Von Peter Pappert

Aachen Es ist nicht das erste Mal, dass die antiisraelische Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) und deren Unterstützung durch internationale Künstler in der deutschen Kulturszene für Wirbel sorgen. Und so erklärte die Stadt Aachen am Montag, dass sie sich aus der für Oktober geplanten Verleihung des Aachener Kunstpreises an den libanesisch-amerikanischen Künstler Walid Raad (52) zurückzieht. „Wir müssen nach entsprechenden Recherchen davon ausgehen, dass der designierte Preisträger Anhänger der BDS-Bewegung ist und mehrfach an Maßnahmen zum kulturellen Boykott Israels beteiligt war“, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU).

Verein der Freunde berät heute

Die BDS-Bewegung ruft seit fünf Jahren zum Boykott von Waren, Dienstleistungen, Künstlern, Wissenschaftlern und Sportlern aus Israel auf. Der Bundestag hatte im Mai mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP und großer Teile der Grünen festgestellt: „Die Argumentationsmuster und Methoden der BDS-Bewegung sind antisemitisch. Die Aufrufe der Kampagne zum Boykott israelischer Künstlerinnen und Künstler sowie Aufkleber auf israelischen Handelsgütern, die vom Kauf abhalten sollen, erinnern zudem an die schrecklichste Phase der deutschen Geschichte.“ Der NRW-Landtag verabschiedete einstimmig ebenfalls eine Resolution gegen die BDS.

Ob der Verein der Freunde des Ludwig Forums als Stifter des Aachener Kunstpreises an der Preisverleihung festhält, steht noch nicht fest. Die kommissarische Vorsitzende Iva Haendly-Dassen sagte am Montag unserer Zeitung, der gesamte Vorstand werde sich am heutigen Dienstag treffen und beraten. „Ich habe volles Verständnis für die Entscheidung der Stadt“, fügte sie hinzu, und habe mit deren Vertretern noch am Montag über den Fall gesprochen. Eine Tendenz, wie der Vorstand entscheiden werde, könne sie noch nicht absehen. Der Aachener Kunstpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre an einen Künstler verliehen, dessen Werk „der internationalen Kunstszene nachhaltige Impulse gibt“.

Vor der Entscheidung der Stadt hatte Oberbürgermeister Philipp den designierten Preisträger darum gebeten, seine Position zur BDS-Bewegung zu klären. Raad habe darauf nicht nur ausweichend geantwortet, sagte Philipp, sondern „mokant und süffisant“ und werde dem Ernst des Themas in keiner Weise gerecht. „Für uns bleibt, dass der Künstler eine Unterstützung der BDS-Bewegung nicht ausräumt.“

Verfassungsschutz ist alarmiert

Die aktuelle Entwicklung in Aachen erhält zusätzliche Brisanz dadurch, dass der Verfassungsschutz die BDS-Bewegung mittlerweile in den Blick genommen hat. Verfassungsschützer von Bund und mehreren Ländern prüften, ob die Bewegung als verfassungsfeindlich eingestuft werden muss, berichtete die Wochenzeitung „Die Zeit“ in der vorigen Woche. Die BDS stelle das Existenzrecht Israels infrage, sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). „Wir dürfen das nicht laufen lassen.“ Nach Angaben der Zeitung stufen die Behörden die Aktivitäten der Israel-Kritiker als antisemitisch ein. Damit wäre die Bewegung ein Fall für den Verfassungsschutz.

Vor zwei Wochen hatte die Jury für den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ihre Entscheidung zurückgezogen, die Auszeichnung der britisch-pakistanischen Autorin Kamila Shamsie zu verleihen. Auch sie habe sich an Boykott-Aufrufen gegen Israel beteiligt und setze sich für die BDS-Bewegung ein. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller unterstützte die Revisionsentscheidung der Jury, mehr als hundert Kulturschaffende kritisierten diese in der Literaturzeitschrift „London Review of Books“ mit dem Argument, die freie Meinungsäußerung werde untergraben.

Im vorigen Jahr sorgte die schottische Hip-Hop-Band „Young Fathers“ für Wirbel, die ebenfalls die BDS-Bewegung unterstützt. Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp hatte die Band eingeladen, lud sie später aus und dann doch wieder ein, nachdem andere Künstler mit Absage gedroht hatten. Am Ende sagte die Band selbst ab.

Wer sind die Ultraorthodoxen Juden, welche regelmässig Antisemiten unterstützen?

Bei jüdischen Veranstaltungen sieht man sie selten. Die Anhänger der Neturei Karta-Sekte setzten sich eher bei pro-palästinensischen Demos oder als Ehrengäste antisemitischer Diktatoren, wie Ahmadinejad oder Erdogan, in Szene. Dann kommen sie, fünf oder sechs Mann hoch, tragen ein Keffiyeh über ihrem Seidenkaftan, und zeigen sich mit den anwesenden Israel-Feinden solidarisch.

https://www.audiatur-online.ch/2018/07/27/wer-sind-die-ultraorthodoxen-juden-welche-regelmaessig-antisemiten-unterstuetzen/amp/?__twitter_impression=true

Iranische Attacke auf Saudi-Arabien: Wie der "Spiegel" Spuren verwischt

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

am 14. September brannten nach einer von Teheran initiierten Militäraktion die wichtigsten saudischen Ölanlagen. Es war der verheerendste Angriff dieser Art seit 1991. Gleichwohl entschied sich eine Woche später die Redaktion des „Spiegel“, die nach Teheran führenden Spuren zu verwischen und stattdessen ein „Trio Infernale“ – Trump, Mohammed bin Salman und Khamenei – für diese Eskalation verantwortlich zu machen.

Gestern veröffentlichte mena-watch meine Anmerkungen über den „Spiegel“ und diese Art der Berichterstattung:

https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/trump-bin-salman-khamenei-ein-trio-infernale/

Ebenfalls gestern veröffentlichte die Bundesregierung eine wichtige „gemeinsame Erklärung“ Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands, in der erstmals Teheran für den Angriff auf Saudi-Arabien verantwortlich gemacht und der Iran aufgefordert wird, weitere Verhandlungen auch über sein Atomprogramm zu akzeptieren. Darauf geht mein „Postskriptum“ ein, das der Veröffentlichung des Artikels auf meiner Homepage folgt. Sie finden beides – den Artikel und das Postscriptum – hier:

http://www.matthiaskuentzel.de/contents/trump-bin-salman-khamenei-ein-trio-infernale

Freundlich grüßt

Ihr/euer Matthias Küntzel

Stadt zieht sich aus Verleihung des Kunstpreises zurück

Aachen Die Stadt Aachen wird sich aus der für den kommenden Monat geplanten Verleihung des Aachener Kunstpreises 2018 an den libanesisch-amerikanischen Künstler Walid Raad zurückziehen. Ob der Verein der Freunde des Ludwig Forums als Stifter des Preises an der Vergabe festhält, wird sich frühestens am Dienstag entscheiden.

https://www.aachener-zeitung.de/kultur/hat-walid-raad-verbindungen-zur-israelkritischen-bewegung-bds_aid-46196795?fbclid=IwAR0gYgL9rcVNLXKCV1ms1h_3ZX1QxxeY0VyOLnwGnLyBDCwMOxhjXSRRxQg

Gibt es ein Menschenrecht auf Heimat?

Gibt es ein Recht, gar ein Menschenrecht auf Heimat? Ganz gewiss, meint der renommierte amerikanische Völkerrechtler, Historiker und einstige Sekretär der UN-Menschenrechtskommission Alfred de Zayas und geht noch einen Schritt weiter: Das Recht auf Heimat sei primäres Recht, die Basis des Völkerrechts, welches die Beziehungen zwischen sesshaften Völker regele und normiere.

http://zwiedenk.de/un-menschenrechtskommission-recht-auf-heimat/?fbclid=IwAR2GbEAVIvtHZyw-kasVnxLmIwC4WxEK3WbRLoDaIZcUeID2XAKzswsxjWw

Gedenkbuchprojekt für Shoah-Opfer

Aachen Das „Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen“ erarbeitet Lebensläufe von jüdischen Mitbürgern, die in der NS-Zeit ermordet wurden. Das Projekt veranstaltet sein nächstes Treffen am Mittwoch, 2. Oktober, ab 19 Uhr, in der Gaststätte Frankenberger Hof, Bismarckstraße 34. Gäste sind herzlich willkommen.

https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/0fcfc20986

„Unsere Seelen und unser Blut für Palästina!“, rufen die Demonstranten

Trotz des Auftrittsverbots für zwei antisemitische Rapper nehmen 500 Menschen an einer israelfeindlichen Kundgebung in Berlin teil. Demonstranten mit einem Plakat gegen Antisemitismus werden von der Polizei weggeschickt.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article200967198/Berlin-Unsere-Seelen-und-unser-Blut-fuer-Palaestina-rufen-die-Demonstranten.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton