Neue Stolpersteine erinnern an die Opfer

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind jetzt in Aachen verlegt. Gestern kamen sieben weitere hinzu.

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07.02.2019

Neue Stolpersteine erinnern an die Opfer

70 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind jetzt in Aachen verlegt. Gestern kamen sieben weitere hinzu.

VON RAUKE XENIA BORNEFELD

Aachen 70 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind jetzt in Aachen verlegt. Gestern kamen sieben hinzu, die sehr unterschiedlichen Opfern der Nationalsozialisten gewidmet sind: einem Melker aus Vetschau, einem KPD-Politiker sowie fünf Spielern und Funktionären der Alemannia. Der anonymen Zahl der Opfer des Nationalsozialismus werden durch die Verlegung der Stolpersteine von Gunter Demnig individuelle Namen und Schicksale entgegengesetzt und die Menschen vor dem Vergessen bewahrt.

Mit der Ausstellung „Alemannia 1933 bis 1945 – Fußball zwischen Sport und Politik“ hatte der 1900 gegründete Turn- und Sportverein seine Rolle im Nationalsozialismus aufgearbeitet. „Durch den vorauseilenden Gehorsam auch der Alemannia konnte das dunkelste Kapitel unserer Geschichte erst das dunkelste werden“, sagte der Präsident Martin Fröhlich gestern bei der Verlegung in der Thomashofstraße. Dort wurden Stolpersteine für Max Salomon, Spieler in der Mannschaft, die 1931 die Rheinbezirksmeisterschaft gewann, sowie für den Funktionär Erich André verlegt. „So etwas darf nie wieder passieren“, betonte Martin Fröhlich.

Die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fanclubs hatte die Verlegung von sieben Stolpersteinen organisiert. Für Max Salomon, Erich André (Thomashofstraße 15 und 17), Fritz Moses (Jülicher Straße 80), Hans Silberberg (Aretzstraße 80) und Robert Salomon (Bismarckstraße 92) konnten die letzten frei gewählten Wohnorte ermittelt werden, für Eduard Levy und Dagobert Pintus gelang das bislang leider nicht. „Juden waren fester Bestandteil der Alemannia, ohne das daran jemand Anstoß nahm. Umso schlimmer ist es, dass auch niemand daran Anstoß nahm, als sie ziemlich schnell aus dem Verein gedrängt wurden“, sagte Thomas Wenge, Sprecher der Fan-IG bei der Verlegung. Auch ein Max-Salomon-Weg an der Südseite des Tivoli wird demnächst an den jüdischen Alemannia-Stürmer erinnern.

Die Dorfgemeinschaft hat sich in Vetschau dafür stark gemacht, dass jetzt am Niersteiner Hof ein Stolperstein an Siegfried Randerath erinnert. Der Melker des Hofes von Hubert Lausberg hatte sich 1920 mit 15 Jahren taufen lassen. Weil er als werdender Vater das Aufgebot für eine Ehe mit einer jungen Aachenerin bestellte, wurde er im Nazi-Jargon wegen seiner jüdischen Eltern als „Volljude“ eingeordnet und 1937„aus dem Stall heraus verhaftet“, wie Franz-Josef Lausberg aus den Erzählungen seines Großvaters berichtete. Randerath wurde zu siebeneinhalb Monaten Zuchthaus wegen „Rassenschande“ verurteilt, „kam doch nie wieder frei“, erklärte Peter Johannes Droste, der mit der Dorfgemeinschaft das Leben  Randeraths recherchiert hat. Der Knecht des Niersteiner Hofs wurde 1942 in Majdanek ermordet.

Ein frühes Opfer der Faschisten

Achim May fand bereits 1933 den Tod. „Er ist eins der ersten Opfer der faschistischen Diktatur in Aachen“, stellte Heiner Krüger vom Bertram-Wieland-Archiv in Düren fest. Für den KPD-Politiker und Redakteur der „Arbeiterzeitung für den Regierungsbezirk Aachen“ verlegte Demnig auf Initiative des Archivs an Mays letztem frei gewähltem Wohnort am Muffeter Weg 57 einen Stolperstein. May wurde am 16. Juni 1933 verhaftet, gefoltert und später angeblich „auf der Flucht erschossen“, wie das Regime Mays Lebensgefährtin wissen ließ. Er wurde anonym nahe Jülich begraben.

„Als Kommunist ist er aus der bürgerlichen Mitte herausgetreten. Deshalb wurde in unserer Familie nicht über ihn gesprochen“, erzählte Mays Nichte, Margit Kiefer. „Heute genießt mein Onkel meine Hochachtung, weil er mir gezeigt hat, dass man sich anders entscheiden konnte. Es bleibt wichtig, Herrschaft zu hinterfragen.“

Wachsende Widersprüche

Der 11. Februar 1979 markiert den Beginn eines radikal-islamistischen Gottesstaates im Iran. Nachdem im Jänner 1979 die westlichen Entscheidungsträger Giscard d’Estaing (Frankreich), Jimmy Carter (USA), James Callaghan (Großbritannien) und Helmut Schmidt (BRD) auf Guadeloupe beschlossen hatten, den Schah nicht mehr zu unterstützen und das Gespräch mit Revolutionsführer Ruhollah Chomeini (1902 bis 1989) zu suchen, nahmen die Dinge im Iran ihren verhängnisvollen, die Realitäten bis heute prägenden Lauf.

https://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/1016689_Wachsende-Widersprueche.html

Berlin: Carte Blanche to Adapt a Pair of German Best-Sellers

From left: ‚Lieber ein nasser Hund als ein trockener Jude‘ (‚A Wet Dog is Better than a Dry Jew‘) and ‚Winternahe‘

The news comes as the German production company’s first feature production — a biopic of German Chancellor Angela Merkel centered on her decisions during the 2015 refugee crisis — begins shooting in May.

 

https://www.hollywoodreporter.com/news/berlin-carte-blanche-adapt-a-pair-german-bestsellers-1183929

FDP lässt Bundestag über Abstimmungsverhalten bei den UN debattieren

Die FDP will es nicht hinnehmen, dass die Bundesregierung immer wieder anti-israelischen UN-Resolutionen zustimmt. Die Liberalen haben einen Antrag beschlossen, der die Regierung dazu auffordert, sich von „einseitigen Initiativen“ zu distanzieren.

https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/02/06/fdp-laesst-bundestag-ueber-abstimmungsverhalten-bei-den-un-debattieren/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=facebook

40 Jahre iranisches Regime sind 40 Jahre Unterdrückung und Antisemitismus

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40 Jahre iranisches Regime sind 40 Jahre Unterdrückung und Antisemitismus

Vor 40 Jahren kehrte Ayatollah Khomeini am 1. Februar 1979 aus dem Pariser Exil in den Iran zurück. Unter seiner Führung wurde eines der repressivsten und antisemitischsten Regime der Gegenwart etabliert. Seit 40 Jahren herrschen im Iran Unterdrückung  und Terror: Verfolgung und Hinrichtung von nationalen und religiösen Minderheiten, von Homosexuellen, von Frauen, von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern sowie von Oppositionellen.

Seit 40 Jahren gibt es Vernichtungs-Drohungen gegen Israel, die jetzt besonders bedrohlich sind, da iranische Einheiten und vom Iran kontrollierte Milizen in Syrien, an der Grenze zu Israel, operieren.

Seit Bestehen des islamistischen Regimes haben Iranerinnen und Iraner gegen die Unterdrückung gekämpft. Ende 2017 wurden die Proteste zu Massenprotesten, die sich auf das ganze Land ausweiteten. Die Demonstrationen gegen Misswirtschaft und Korruption wandelten sich in kürzester Zeit zu einer offenen Kampfansage gegen das System der Islamischen Republik, gegen die terroristische Expansion des Regimes, gegen Präsident Rohani und gegen den religiösen Führer Khamenei persönlich. Frauen standen häufig an der Spitze der Proteste, darunter Vida Movahed, die ihr Kopftuch abnahm und an der „Revolutionsstraße“ an einem Stock schwenkte. Sie wurde zum Symbol des Widerstands.

Die Proteste gegen das Regime, gegen Misswirtschaft und Korruption, flammten im ganzen Jahr und über den Iran verteilt, immer wieder auf. Über diese Proteste wird in Deutschland kaum berichtet. Das Regime reagiert mit voller Härte: Amnesty International berichtete für das Jahr 2018 von über 7.000 Festnahmen, Hunderten Auspeitschungen und 26 Hinrichtungen von Protestierenden. Mindestens 9 Menschen starben in der Untersuchungshaft.

Trotzdem hören die Proteste gegen das Regime nicht auf. Als Zeichen der Solidarität organisieren verschiedene exiliranische Gruppen am 9. Februar eine Solidaritäts-Kundgebung, die wir unterstützen:

Kundgebung gegen das Regime im Iran in Berlin

STOP THE BOMB unterstützt die Kundgebung von Exil-IranerInnen in Berlin:
Demonstration gegen das Mullahregime im Iran.
Wo: Am Brandenburger Tor, 10117 Berlin (vor der amerikanischen Botschaft)
Wann: 9. Februar 2019, ab 14.00 Uhr

„Gleichgültigkeit ist der größte Verrat – wir kämpfen gegen die Politik der Willkür und Ungerechtigkeit der Islamischen Republik.“

Bild
                                                          Kundgebung

Kommentar zu 40 Jahre „Islamische Republik“

In der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ ist von Stephan Grigat anlässlich von 40 Jahre „Islamische Republik“ der Gastkommentar „Die Iran-Politik der EU braucht eine Kehrtwende“ erschienen.

Video: Diskussion zu Iran-Politik & Opposition

Am 25. November 2018 haben Stephan Grigat von STOP THE BOMB, Michael Spaney vom Mideast Freedom Forum Berlin, Martin Patzelt von der CDU und Adel Fayzi von der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran beim 5. Deutschen Israelkongress über das iranische Regime, die europäische Iran-Politik und die iranische Opposition diskutiert. Ein Video-Mitschnitt der Veranstaltung findet sich hier.

Veranstaltungen 

weitere Informationen auf unserer Webseite
Dienstag, 5.2.2019
Lübeck, 19:00
Iran – Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm
Vortrag von Stephan Grigat
Essigfabrik, Kanalstraße 26
Dienstag, 5.3.2019
Chemnitz, 19:00
Iran – Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm
Vortrag & Buchpräsentation mit Stephan Grigat
DASTietz, Moritzstrasse 20
Mittwoch, 13.3.2019
Stuttgart, 19:00
Iran – Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm
Vortrag & Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Hotel Wartburg, Lange Straße 49
Donnerstag, 14.3.2019
Aachen, 19:00
„Wegen Auschwitz in die Politik“
Die deutsche Linke, der Antisemitismus und das iranische Regime
Vortrag von Stephan Grigat
VHS, Raum 241, Peterstraße 21-25
Freitag, 26.4.2109
Jena
Der Antisemitismus der Ajatollahs. Warum die EU-Politik gegenüber Teheran falsch ist und die Linke angesichts der iranischen Bedrohung versagt
Vortrag von Stephan Grigat
Details demnächst
Mittwoch, 3.7.2019
Trier
Iran – Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm
Vortrag & Buchpräsentation mit Stephan Grigat
Details demnächst

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English

40 years of Iranian regime are 40 years of oppression and antisemitism

On Feb. 1, 1979, Iran’s exiled Ayatollah Ruhollah Khomeini returned to Tehran. He led the Islamic revolution, and became the leader of the most repressive and antisemitic regimes of our time. For 40 years, repression and terror have reigned in Iran: persecution and execution of national and religious minorities, homosexuals, women, trade unionists and members of the opposition.
For 40 years, there have been threats of extermination against Israel, which are now particularly threatening as Iranian units and Iran-controlled militias operate in Syria, on the border with Israel.
Since the establishment of the Islamist regime, Iranians have fought against oppression. At the end of 2017, protests began in the northern Iranian city of Mashhad against price increases and have since spread to the whole country. The demonstrations against mismanagement and corruption very quickly turned political and protesters now fight against the Islamic Republic itself, against the terrorist expansion of the regime, against President Rohani and against religious leader Khamenei. Women are often at the forefront of the protests, including Vida Movahed, who took off her headscarf and waved it on a stick.
The protests against the regime, against mismanagement and corruption, flared up again and again throughout the year and across Iran. These protests are hardly reported in Germany. The regime reacts with full force: Amnesty International reported more than 7,000 arrests, hundreds of floggings and 26 executions by protesters in 2018. At least 9 people died in custody.
Nevertheless, the protests against the regime do not stop. As a sign of solidarity, various exile-Iranian groups are organizing a solidarity rally on February 9, which we support:

Rally against the regime in Iran in Berlin

STOP THE BOMB supports the rally of exiled Iranians in Berlin:

Demonstration against the mullah regime in Iran.
Where: Am Brandenburger Tor, 10117 Berlin (in front of the American Embassy)
When: 9 February 2019, from 14.00 clock
„Indifference is the biggest betrayal – we fight against the politics of arbitrariness and injustice of the Islamic Republic!“

Rally
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