Mein neues Buch: Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische Antisemitismus entstand

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

ich möchte Sie über mein neues Buch über den gegenwärtigen islamischen Antisemitismus und dessen historische Kontexte informieren. Es wird in der ersten Oktoberhälfte im Verlag Hentrich & Hentrich erscheinen. Weiter unten finden Sie die Verlagsankündigung sowie einen kurzen Auszug aus meiner Vorbemerkung zu diesem Buch. Im Anhang finden Sie die Darstellung des Buchcovers sowie eine Buchanzeige, die gern weiterverbreitet werden darf. 

Freundlich grüßt

Ihr Matthias Küntzel

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Nazis und der Nahe Osten

Wie der islamische Antisemitismus entstand

Sprache: Deutsch
264 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-95565-347-7
19,90 €

1937 kam mit der Broschüre „Islam und Judentum“ eine neue Form von Judenhass in die Welt: der islamische Antisemitismus. Die Nationalsozialisten taten alles, um diese neue Hassbotschaft mithilfe ihrer arabischsprachigen Radiopropaganda zu verankern. Das Buch beleuchtet dieses bislang unbekannte Kapitel deutscher Vergangenheit. Es präsentiert neue Archivfunde, die belegen, wie sich das Judenbild im Islam zwischen 1937 und 1948 unter dem Einfluss dieser Propaganda und sonstiger Nazi-Aktivitäten veränderte. 

Dieser neue Blick auf die Nahostgeschichte ermöglicht eine präzisere Beurteilung der Gegenwart: Was genau ist „islamischer Antisemitismus“? Wie tritt er gegenwärtig in Deutschland und Frankreich in Erscheinung? Was macht ihn besonders gefährlich? 

Erst wenn wir begreifen, wie stark die moderne Nahostgeschichte von den Nachwirkungen des Nationalsozialismus geprägt ist, werden wir den Judenhass in dieser Region und dessen Echo unter Muslimen in Europa richtig deuten und adäquate Gegenmaßnahmen entwickeln können. 

Aus dem Inhalt


Kapitel I Islamischer Antisemitismus

Islamischer Antijudaismus

Europäischer Antisemitismus

Sayyid Qutb: „Unser Kampf mit den Juden“

Die Charta der Hamas

„Al-Aqsa in Gefahr!“


Kapitel II 1937: Das Jahr der Weichenstellung

Terror gegen den Teilungsplan

Berlin greift ein

„Islam und Judentum“

Der Kongress von Bludan

War es der Mufti?

„Prophezeiungen über die Schicksalsschlacht“


Kapitel III 1939–1945: Goebbels auf Arabisch

Kurzwellensender Zeesen

Im Moslem-Kostüm

Judenhass per Radio

Aufrufe zum Pogrom

Farhud – das Massaker an irakischen Juden

Wie wirkte die Radiopropaganda?

Exkurs: Die Nazis und der Iran


Kapitel IV 1948: Arabisch-Israelischer Krieg

Die Muslimbrüder und der Mufti 

Der erste Nahostkrieg

Skrupel der Arabischen Liga 

Antisemitische Mobilisierung

Nachbeben des NS

Israels Schuld?


Kapitel V Im Namen des Islam

„Was hältst du von Adolf Hitler?“

Aktive Ignoranz

Islamischen Antisemitismus bekämpfen – aber wie?

Ankara und Teheran

Epilog

Dokument: „Islam – Judentum. Aufruf des Großmufti da die islamische Welt im Jahre 1937“

Auszug aus der Vorbemerkung zu „Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische Antisemitismus entstand“

(…) Dass Berlin zwischen 1937 und 1945 keinen Aufwand scheute, um den Antisemitismus gerade unter Muslimen zu schüren, ist in Deutschland wenig bekannt. Dabei ist gerade diese Facette der deutschen Vergangenheit hochaktuell. Die Begegnung des Nahen Ostens mit der Nazi-Ideologie war kurz, doch sie wirkt bis heute weiter nach. Denn während nach 1945 der Nazi-Antisemitismus überall sonst auf der Welt diskreditiert war, konnte er sich in der arabischen Welt als Weltanschauung erhalten. Mehr noch: Dieser Antisemitismus kehrt heute, wie dieses Buch ebenfalls berichtet, über die Massenmedien des Nahen Ostens und arabischstämmige Einwanderer nach Europa zurück. (…)

Sich damit abzufinden, dass viele Muslime in Europa Juden hassen, ist keine Option. Wir müssen wissen, woher das kommt.  Der Erfolg einer Therapie hängt von der Präzision der Diagnose ab. Dies gilt auch für die ,Krankheit‘ des Antisemitismus, die zahllose Muslime infiziert. Während viele den Islam weißzuwaschen suchen und andere ihn nicht minder pauschal schwarz zeichnen, kommt es auf den differenzierenden Blick, auf die semantische und historische Analyse, auf die Abweisung jeglicher ideologischer Vorgaben an.

Dies ist der Anspruch dieses Buchs. Ich habe es einerseits geschrieben, weil Forschungseinrichtungen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, dieses Thema seit Jahrzehnten ignorieren. So enthält mein erstes Kapitel erstmals den Vorschlag einer präzisen Definition, was unter der Bezeichnung ‚islamischer Antisemitismus‘ zu verstehen ist und was nicht. Ich habe es andrerseits geschrieben, um öffentlich zu machen, was man derzeit über die Entstehungsgeschichte des islamischen Antisemitismus weiß. Ich zeige, wie die Nazis den islamischen Antisemitismus im arabischen Raum verankern konnten und wie sich das Judenbild im Islam unter dem Einfluss der arabischsprachigen Nazi-Propaganda verändert hat. (…)

Zur Buchbestellung:

https://www.hentrichhentrich.de/buch-nazis-und-der-nahe-osten.html

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