Schnee von gestern

Am Montag, dem 1. April 2019 um 20:15 Uhr, zeigt die DIG Aachen in Kooperation mit der VHS Aachen den Film

Schnee von gestern

im Apollo Kino, Pontstr. 141-149.

Die aus Israel stammende Regisseurin Yael Reuveny macht sich auf die Suche nach dem Bruder ihrer Großmutter, die diesen nach der Shoa nicht wiedergetroffen hat. Es stellt sich heraus, dass Feiv’ke Schwarz nach 1945 den Namen Peter Schwarz angenommen und eine Deutsche geheiratet hat. Mit ihr lebte er bis zu seinem Tod in der Nähe des KZ-Außenlagers Schlieben. Yael Reuveny erzählt ihre Geschichte durch drei Generationen. Zunächst die der Großmutter und ihres scheinbar verschollenen Bruders. Danach die ihrer Mutter und deren Cousin und Cousine – den Kindern von Peter Schwarz. Zuletzt erzählt sie ihre eigene Geschichte und die eines Enkels von Peter Schwarz.

Der Film verhandelt die Begriffe Familie, Heimat, Andenken und Schuld, aber auch Versöhnung und Zukunft.

Mir blutet das Herz

Die Rakete kam mitten in der Nacht – und richtete immensen Schaden an. Drei israelische Kleinkinder wurden verletzt, vier israelische Erwachsene haben ebenfalls Schaden an Körper und Geist genommen. Es kommt einem Wunder gleich, dass keiner von ihnen in der Nacht zu Montag durch den unvermittelten Beschuss gestorben ist. Die Fotos von ihrem Wohnhaus zeigen es: Es wurde komplett zerstört.

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/mir-blutet-das-herz/

ZAHL DES TAGES

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/8d318f9285

ZAHL DES TAGES

3767

Die rechtsradikal motivierte Kriminalität in NRW ist 2018 auf hohem Niveau stabil geblieben. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Landtag hervor, die unserer Zeitung vorliegt. Demnach stieg die Zahl der politisch rechts dokumentierten Delikte leicht von 3764 im Vorjahr 2017 auf 3767. 217 davon waren Gewaltdelikte. Davon wiederum waren die meisten (190) Körperverletzungsdelikte (172 im Vorjahr). Vor der Flüchtlingskrise lag die Zahl 2014 bei 3286. Thematisch dominierten die Taten mit nationalsozialistischem Hintergrund, wozu etwa das Beschmieren von Häusern mit Hakenkreuzen gehört. 2572 solcher Straftaten (2017: 2430) wurden 2018 in NRW erfasst, die meisten in Dortmund (253), gefolgt von Köln (243), Düsseldorf (194), Wuppertal (152), Bochum (140) und der Städteregion Aachen (135, Aachen: 84).  (tor)

»Israelbashing ist Mainstream«

… eine sehr gute Analyse. Leider ein wenig zu lang, so daß, die es lesen sollten, es mit ziemlicher Sicherheit nicht lesen werden oder nach ein paar Zeilen das Lesen abbrechen werden nach dem alten Spruch:

„… was belastest Du mich mit Argumenten oder gar Fakten, wo ich mir doch schon meine Meinung längst gebildet habe …

Und an diesen „drei D’s“, Dämonisierung, Delegitimierung und Doppelten Standards, wenn’s um Israel geht, sind, neben manchem Politiker, Hauptsächlich die Medien und in deren Diensten stehenden und Ton angebenden linksgerichteten Akteure des Typs Jakob Augstein, seine Schwester, and Co., die Ihre Aversion gegen Juden bereits „mit der Muttermilch“ in die Wiege gelegt bekommen haben und es auf dem heute so populären und „politisch korrekten“ Feld der „Israel-Kritik“, bzw. antiisraelischen Tendenzen in der Mainstream-Gesellschaft bestens ausleben können.

Die absolute Mehrheit der Deutschen Gesellschaft quer über alle Schichten, insb.

der Intellektuellen, ist damit so tiefgreifend „infiziert“, daß dagegen kein „Unkraut“ mehr gewachsen ist.

Man ist für jedes reales Bild, wenn es um Israel geht, absolut blind und Taub, viel schlimmer, man will es nicht sehen und hören gemäß der bereits erwähnten Devise:

„… was machst Du mich verrückt mit der Realität, wo mein Bild bereits feststeht …“

Es ist zum Verzweifeln … und es ist leider offensichtlich nicht zu ändern – weil man es nicht will – man möchte es so sehen … , warum auch immer …

Eins der neusten Beispielen ist auch die Abstimmung im Bundestag über die „UNO-Israel-Resolutionen“ …

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/israelbashing-ist-mainstream/

Haus nordöstlich von Tel Aviv von Rakete getroffen – sieben Verletzte

In einer Siedlung nordöstlich von Tel Aviv wurde ein Haus von einer palästinensischen Rakete getroffen. Sieben Menschen wurden verletzt, darunter Kinder. Premier Netanjahu spricht von einem „bösartigen Angriff auf den Staat Israel“.

https://www.welt.de/politik/ausland/article190789527/Israel-Haus-nordoestlich-von-Tel-Aviv-von-Rakete-getroffen-sieben-Verletzte.html

Aus der SZ.de-App: Israel – Trumps Golan-Tweet ist eine Katastrophe für die ganze Region

Typischer Kommentar a la Süddeutsche Zeitung … als ob sonnst der Frieden vor der Tür stehen würde … und für „die Katastrophe in der ganzen Region“ sind nur noch die „Golanhöhen“ (und Israel ) verantwortlich …

Möglicherweise ist es von Trump eine wenig einbringende „Provokation“, … ähnlich dem SZ-Kommentar…

Artikel-Empfehlung aus der SZ.de-App:

Israel – Trumps Golan-Tweet ist eine äMllKatastrophe für die ganze Region

Wollte der US-Präsident Netanjahu im Wahlkampf helfen oder war ihm nur langweilig? Der Frieden im Nahen Osten jedenfalls rückt nach der Anerkennung der Golanhöhen als Teil Israels in immer weitere Ferne.

https://sz.de/1.4378968

Das Erinnern ist noch nicht abgeschlossen

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Das Erinnern ist noch nicht abgeschlossen
<p>Jüdische Kulturtage: RWTH-Studierende zeigen ihre Ausstellung „We, the six million“ an Aachener Schulen</p>

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/49f426ed08

22.03.2019

Das Erinnern ist noch nicht abgeschlossen

Jüdische Kulturtage: RWTH-Studierende zeigen ihre Ausstellung „We, the six million“ an Aachener Schulen

Von Rauke-Xenia Bornefeld

Aachen Vorsichtig faltet Rene Porger die Luftpolsterfolie auseinander. Darin hat der Politikstudent einen Schatz verwahrt, der in der ersten Aprilwoche eine wichtige Rolle in den beiden Schulen Anne-Frank-Gymnasium (AFG) und Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) spielen wird: Das kleine, handgebundene Märchenbuch der Familie Leib, geschrieben von der Mutter, illustriert von zwei der drei Kinder, arbeitet ihre Flucht vor den Nationalsozialisten und die Emigration in die neue Heimat Brasilien auf. Im Rahmen der jüdischen Kulturwoche wird die von RWTH-Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen konzipierte Ausstellung „We, the six Million“, in der das Märchenbuch eine wichtige Rolle spielt, in der Aula der beiden Schulen zu Gast sein und mit einem umfassenden, öffentlichen Programm eröffnet.

„Die Schüler haben ein großes Interesse an Originalerfahrungen“, weiß AFG-Lehrerin Anita Zuketto-Debour. Doch die Chance, diese über Zeitzeugen zu ermöglichen, schwindet. „Es hat sich aber gezeigt, dass die Biografienarbeit eine gute Alternative für die Erinnerungskultur ist. Der Nationalsozialismus war nicht nur ein System. Einzelschicksale fordern persönlich heraus.“ Umso mehr, weil das Laurensberger Gymnasium mit Anne Frank ein bekanntes Holocaust-Opfer als Namenspatronin hat und das Profil der Schule entsprechend ausgerichtet ist, war es den Schulverantwortlichen wichtig, erstens die Ausstellung in die Schule zu holen und zweitens sich wiederholt an den jüdischen Kulturtagen zu beteiligen.

Vom heutigen Leben nicht trennen

Erinnerungskultur und jüdisches Leben heute – das lässt sich für Porger eben nicht trennen: „Die jüdische Identitätsfrage in Deutschland hängt mit der Vergangenheit zusammen. Wir stehen alle in der Verantwortung, die Demokratie zu schützen und das Erinnern als nicht abgeschlossen zu sehen. Das kann nicht allein Aufgabe der Politik sein.“ Und Zuketto-Debour sagt: „Durch die Einzelschicksale erleben die Schülerinnen und Schüler, dass sie etwas bewegen können.“

Zur für alle Interessierten offenen Ausstellungeröffnung am Montag, 1. April, soll es im Rahmen eines Podiumsgesprächs genau um diese Verbindung gehen: Erinnern an die Verbrechen vor rund 80 Jahren, aktuellen Antisemitismus und Rassismus bekämpfen, jüdisches Leben heute als normal begreifen.

Dafür sitzen neben Porger und Vertretern der beiden Schulen auch Dr. Michael Rado von der jüdischen Gemeinde in Köln, Monica Leib, Tochter der Märchenbuchautorin, Isabell Pfeiffer-Poensgen, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, sowie der neue Rektor der RWTH, Ulrich Rüdiger, auf der Bühne.

Neben Oberstufenschülern beider Laurensberger Schulen sind auch Vertreter einer Partnerschule aus Heerlen eingeladen, mit der das AFG zurzeit eine Projektwoche für die Oberstufe vorbereitet, die ebenfalls den Nationalsozialismus „vor Ort“ thematisieren wird.

Zuvor wird Ministerin Pfeiffer-Poensgen Familie Leib aus Sicht ihrer eigenen Familie vorstellen. Beide Familien waren und sind befreundet. Vielleicht nimmt sie dann auch das Märchenbuch wieder zur Hand. Denn dank des Engagements der Aachener Studierenden und ihres Projektleiters, Dr. Christian Bremen, ist es nachgedruckt worden und kann ab dem 1. April in jedem Bücherschrank stehen – als Erinnerung an schreckliche Zeiten und Mahnung, schreckliche Zeiten nicht wieder zuzulassen. Eine Luftpolsterfolie zum Schutz braucht es dann nicht mehr.

Info

Die Ausstellung „We, the six Million“

„We, the six Million“ von RWTH-Studierenden ist eine für Schulen konzipierte Ausstellung über Opfer des Holocaust aus dem westlichen Rheinland, die seit dem 9. November 2018 durch die Schulen der Region tourt. Vom 1. bis 5. April gastiert sie in der gemeinsamen Aula von Anne-Frank-Gymnasium und Heinrich-Heine-Gesamtschule.

Eröffnet wird sie am Montag, 1. April, um 11 Uhr unter anderem mit Erinnerungen an die Aachener Familie Leib aus Sicht der Familie Pfeiffer, erzählt von Isabel Pfeiffer-Poensgen, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft.

Vor allem Schüler, geführt von qualifizierten Oberstufenschülern, werden die Ausstellung besichtigen können. Es gibt aber im Rahmen der jüdischen Kulturtage auch allgemeine Öffnungszeiten: Dienstag, 2. April, und Mittwoch, 3. April, jeweils von 17 bis 20 Uhr. Die Studierenden Rene Porger und Alexander Hermert bieten um 18 Uhr öffentliche Führungen an. An der Ausstellung interessierte Schulen können sich per E-Mail an Rene Porger (rene.porger@rwth-aachen.de“ target=“_NEW“>rene.porger@rwth-aachen.de) wenden.

Trump will Israels Anspruch auf die Golanhöhen anerkennen

1967 eroberte Israel die Golanhöhen von Syrien und annektierte sie 1981. Viele Staaten erkennen das Gebiet seither aber nicht als Teil Israels an. US-Präsident Donald Trump will das nach 52 Jahren ändern.

https://www.welt.de/politik/ausland/article190667257/Donald-Trump-will-Israels-Anspruch-auf-die-Golanhoehen-anerkennen.html