In Syrien entscheidet sich der Machtkampf zwischen Tel Aviv und Teheran

Die schweren Bombardements iranischer Ziele in Syrien läuten eine neue Phase ein: Israelische Minister sprechen von einem „offenen Krieg gegen den Iran“. Der könnte die Zukunft des Nahen Ostens maßgeblich bestimmen.

https://www.welt.de/politik/ausland/article187457180/Nahost-In-Syrien-entscheidet-sich-der-Machtkampf-zwischen-Tel-Aviv-und-Teheran.html?fbclid=IwAR3ksePrkQGDlBNsotbgp-79KszsY3wyvs9haWwHii6TFopcKAVdXcX9Myw

Kommentar: In einigen Punkten bin ich nicht Gil Yarons Meinung.
Wenn von schweren Bombardements gesprochen wird, so sei gesagt, es hat ca. 20 Tote gegeben. Im Vergleich zu der Anzahl der Toten bei regulären Gefechten im syrischen Bürgerkrieg, eine geringe Anzahl. Die materiellen Verluste und die Frage, wer die Lufthoheit hat, ist in der Frage wichtiger.
Zum Thema Landkorridor Iran zum Mittelmehr lässt Herr Yaron den wichtigsten Punkt aus: Bisher fliegt der Iran wichtige Waffensystem zumeist über Damaskus ein, daher kann Israel in etwa übersehen, was geliefert wird, und dies zerstören. Wenn es einen Landweg zum Mittelmeer gibt, können hunderte LKWs  diesen Weg befahren, und keiner weiß, was unter den Planen ist. Zudem wären Truppenkonzentrationen in Richtung Golan bei weitem einfacher durchzuführen. Yaron’s Aussage, mit diesem Landweg kann man einen US-Angriff abwehren, ist wenig plausibel. 
Ein Schlag Israels gegen die iranische Atomforschung wäre ein Luftkrieg. Die Verteidigungsstreitkräfte Israels wären, mit Ausnahme bestimmter Luftwaffeneinheiten, davon nicht betroffen. Die Aussage von Herrn Yaron, “der Preis, den Jerusalem für einen Präventivschlag gegen das iranische Atomprogramm zahlen müsste, würde dadurch deutlich steigen.”, kann ich daher nicht nachvollziehen.   

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