Dokumentarfilme mit jüdischer Thematik beim "Stranger Than Fiction"-Dokumentarfilmfestival NRW 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte ich Sie auf das diesjährige „Stranger Than Fiction“-Dokumentarfilmfestival in NRW hinweisen.
Das Festival findet vom 24.01. bis 03.02.2019 in 8 ausgewählten Städten in Nordrhein-Westfalen statt und in diesem Jahr sind zwei Filme im Programm, welche speziell für ein jüdisches Publikum interessant sind.
Wir würden uns daher freuen, wenn Sie diese Informationen Ihrem Netzwerk zur Verfügung stellen könnten.
Die genaue Spieltermine und eine Liste der teilnehmenden Kinos und Städte finden Sie unter:
http://www.strangerthanfiction-nrw.de/
Im Anhang an diese Mail finden Sie außerdem das Progammheft zum Festival, welches weitere Informationen enthält.
Im Einzelnen geht es um folgende beiden Produktionen:

DER LETZTE JOLLY BOY

Ein Film von Hans-Erich Viet

Kinostart: 09.11.2018

Leon Schwarzbaum, geboren 1921 in Hamburg, aufgewachsen in Polen. Als Einziger seiner Familie überlebt er Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen. Als Jugendlicher spielt er mit seiner ‚Boy Group‘, den “Jolly Boys”, amerikanischen Swing. Heute lebt der 97-Jährige in Berlin.
Trotz seines hohen Alters sucht er seit ein paar Jahren die Öffentlichkeit, um endlich ‚die Wahrheit‘ zu sagen. Davor hat er Jahrzehnte geschwiegen. Erst im Alter entwickelt er die Energie, sich zu erinnern – und vor allem: sich zu äußern. Dies tut er heute mit einer Selbstverständlichkeit und gleichzeitig strikten Höflichkeit, die beeindruckt.
Auf seiner Suche nach Identität und Versöhnung begleiten wir Leon Schwarzbaum zum Landgericht Detmold, wo er im Prozess gegen den SS-Mann Reinhold Hanning zum Nebenkläger wird und als einer der Hauptzeugen auftritt. Wir besuchen seine polnische Heimat Bedzin, und wir fahren gemeinsam nach Auschwitz. Außerdem begleiten wir Leon Schwarzbaum, wenn er im Gefängnis von Zeithain mit Insassen spricht und in der Talk- Sendung „Markus Lanz“ über seine Erfahrungen berichtet.
Es entsteht eine filmische Reise durch deutsche Wirklichkeit im Gestern und Heute, auf den Spuren der Lebensgeschichte einer der letzten Überlebenden des Holocaust – eines beeindruckenden Protagonisten.

AUCH LEBEN IST EINE KUNST – DER FALL MAX EMDEN

Ein Film von Eva Gerberding und André Schäfer

Kinostart: 25.04.2019

In den 1920er Jahren machte der jüdische Geschäftsmann Max Emden mit Kaufhäusern wie dem KaDeWe, oder dem Oberpollinger ein Vermögen und gehörte zu den bedeutendsten Mäzenen Hamburgs. Am Lago Maggiore führte er ein glamouröses Leben mit schellen Booten und schönen Frauen, doch der lange Arm der Nazis erreichte ihn auch dort – Emden verlor alles. Bis heute kämpfen seine Erben vergeblich für eine angemessene Entschädigung.

Ich hoffe, wir konnten Ihr Interesse wecken und verbleibe
mit herzlichen Grüßen
Jan Kaerlein

21. STRANGER THAN FICTION – DOKUMENTARFILMFEST // 25.1. – 3.2.2019 in NRW!

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