Israel – Syrien – Iran

Hervorgehoben

Vortrag
Die aggressive Politik und die Vernichtungsfantasien der iranischen Ayatollahs gegen Israel sind ohne den genozidalen Antisemitismus (Bassam Tibi), den sie in geradezu schamloser Weise vor aller Welt zelebrieren, nicht zu verstehen. Der religiöse Hass, den einzuordnen hierzulande offensichtlich vielen schwerfällt, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle in der ohnehin komplexen machtpolitischen Interessenlage.
Thomas von der Osten-Sacken (*1968) ist ein deutscher Journalist und freier Publizist, der sich seit Anfang der 1990er Jahre schwerpunktmäßig mit dem Nahen Osten beschäftigt.
Von der Osten-Sacken ist langjähriger Autor der Zeitschrift Konkret, wo er zwischen 2001 und 2009 über die Themen Israel, Palästina und Nahost sowie in der Reihe konkret texte publizierte. Seitdem berichtet er für die Wochenzeitung Jungle World sowie für die Welt über die neuere politische Entwicklung in Nordafrika und Nahost. Außerdem schreibt er für den Perlentaucher, für The European und das Online-Nachrichtenportal haOlam. Eine Tätigkeit als Geschäftsführer der im Nahen Osten, insbesondere im Irak tätigen Hilfsorganisation Wadi e. V., Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit, schloss sich an.
Thomas von der Osten-Sacken 182-01011
Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19–20.30 Uhr kein Entgelt
VHS, Peterstraße 21–25, Forum

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen statt.

Auf der Spur der verlorenen Leben

Interessanter Artikel der Aachener Nachrichten – Stadt

Auf der Spur der verlorenen Leben
<p>Das Gedenkbuchprojekt trägt die Biografien der jüdischen Aachenerinnen und Aachener zusammen, die von Nazis ermordet wurden. Programm zum Gedenken an die Pogromnacht.</p>

Den Artikel finden Sie im ePaper unter:
https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/article/62e3ac8683

13.10.2018

Auf der Spur der verlorenen Leben

Das Gedenkbuchprojekt trägt die Biografien der jüdischen Aachenerinnen und Aachener zusammen, die von Nazis ermordet wurden. Programm zum Gedenken an die Pogromnacht.

Von Joachim Zinsen

Aachen Clementine Katzenstein führt in Aachen ein gutbürgerliches Leben. Im Haus 43 des Adalbertsteinwegs betreibt die Jüdin seit mehr als 20 Jahren ein Schuhgeschäft. Dort wohnt sie auch mit ihrem Mann Levano. Die kinderlose Ehe gilt als glücklich.

Ende 1938 ändert sich das radikal. Kurz nach der Reichspogromnacht am 9. November wird die Familie zwangsenteignet, ihr Geschäft „arisiert“. Der Lebensgrundlage beraubt, fliehen Clementine und ihr Mann nach Brüssel. Doch kurze Zeit später, im Mai 1940, besetzen deutsche Truppen Belgien. Wieder sieht sich das Ehepaar verfolgt. Nach dem krankheitsbedingten Tod von Levano versucht Clementine unterzutauchen. Die belgische Widerstandsbewegung will sie in einem Kloster verstecken. Der Plan scheitert jedoch, Clementine wird verraten und am 10. Oktober 1942 nach Auschwitz deportiert. In dem Vernichtungslager verliert sich die Spur der zu diesem Zeitpunkt 67 Jahre alten Aachenerin.

Die Schweiz macht Grenzen dicht

In Auschwitz wird auch Erika Ganz ermordet. Die 1911 geborene Jüdin stammt aus einer Aachener Tuchmacherfamilie, die zunächst an der Kaiserallee 81 (heutige Oppenhoffallee), später dann an der Eupener Straße 249 wohnt. Nachdem auch der Besitz ihrer Familie „arisiert“ wird, zieht die junge Frau nach Berlin. Möglicherweise glaubt sie, dass in der Hauptstadt der Verfolgungsdruck durch die Nazis geringer ist als in Aachen. Gleichzeitig versucht Erika mit Hilfe von Familienangehörigen eine Einreiseerlaubnis in die Schweiz zu erhalten. Doch die Eidgenossen winken ab, verkünden, für Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland sei das Boot voll. Es ist ein Todesurteil für die Aachenerin. Denn Erika wird am 1. März 1943 von Berlin aus nach Auschwitz deportiert. Ob sie dort in einem der Unternehmen der IG Farben zunächst noch Sklavenarbeit verrichten muss oder bereits direkt nach ihrer Ankunft vergast wird, ist nicht bekannt.

„Von 360 jüdischen Aachenern wissen wir bis heute nicht, was aus ihnen geworden ist.“

Bettina Offergeld, Vorsitzende des Gedenkbuchprojekts

Schon in Sicherheit war Selma Wolf, die in Aachen zuletzt in der heutigen Leydelstraße wohnte. Gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter gelingt es ihr 1935 nach Palästina auszuwandern. Doch ein Jahr später kehrt sie zurück. Offenbar hat die Aachenerin Heimweh. Die 54-jährige Jüdin glaubt, „einer alten Frau wird man schon nichts anhaben“. Das ist eine fatale Fehleinschätzung. 1942 wird Selma über Izbica in das Vernichtungslager Belzec deportiert. Ihr letztes Lebenszeichen ist ein Brief von April 1942, der über das Rote Kreuz eine Tochter in Palästina erreicht.

Drei Menschen, drei Schicksale: Rekonstruiert hat sie das „Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen“. Der vor rund 20 Jahren gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, allen Mitgliedern der Synagogengemeinde Aachen wieder ein Gesicht zu geben, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. „Wir versuchen an Menschen zu erinnern, die einmal unsere Nachbarn waren“, sagt Bettina Offergeld, Mitbegründerin und heute Vorsitzende des Gedenkbuchprojekts.

Das Unterfangen ist eine Mammutaufgabe. Denn insgesamt geht es um die Biografien von etwa 2000 Personen. „Zwar zählte die Aachener Synagogengemeinde 1933 nur rund 1300 Mitglieder“, erklärt Offergeld. „Dazu gehörten sowohl Juden aus der Stadt als auch Juden aus angrenzenden Gemeinden wie Brand oder Würselen. Ihre Zahl sank durch Auswanderung und Vertreibung bis 1939 auf rund 800 Personen. Aber in der Zwischenzeit waren viele Juden aus kleineren Orten des Umlandes nach Aachen gezogen, weil sie sich in der Großstadt offenbar etwas sicherer fühlten.“

Rund 170 Lebenswege konnte der Verein inzwischen nachzeichnen – mal ausführlich, mal eher knapp. Gelungen ist ihm das meist mit Hilfe von Nachfahren oder ehemaligen Nachbarn der jüdischen Opfer. Bei ihren Recherchen haben sich Offergeld und ihre Mitstreiter zunächst auf Personen konzentriert, die während der NS-Zeit ermordet wurden. „840 von ihnen sind uns namentlich bekannt“, sagt Offergeld. „Aber die Zahl kann weiter steigen. Denn von 360 jüdischen Aachenern wissen wir bis heute nicht, was aus ihnen geworden ist.“

Einige dieser Biografien sind bereits in den Jahren seit 2005 publiziert worden. Andere wurden erst in den vergangenen Monaten erstellt. Anfang des kommenden Jahres soll nun im Aachener Rimbaud-Verlag ein Sammelband erscheinen, der eine Gesamtübersicht des bisherigen Wissensstands geben will.

Deutlich ist bei den Nachforschungen eines geworden: In Aachen war vor allem das Frankenberger Viertel ein Zentrum jüdischen Lebens. In den 30er Jahren wohnten hier mehr als 400 Juden, darunter zeitweise auch Anne Frank. Auf der Flucht von Frankfurt in die Niederlande fand das Mädchen gemeinsam mit seiner Mutter für wenige Monate am Pastorplatz Unterschlupf bei den Großeltern. Anne starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ebenso wie die durch ihr Tagebuch berühmt gewordene 15-Jährige fielen mindestens 132 jüdische „Frankenberger“ der deutschen Mordmaschinerie zum Opfer.

Mit Hilfe des Vereins „Frankenbu(e)rger“ hat das Gedenkbuchprojekt inzwischen eine Liste von rund hundert Häusern aus dem Viertel zusammengetragen, in denen während der 30er Jahre Juden wohnten. Vorgestellt wird sie auf einer Veranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht am 18. Oktober in der Frankenburg. Daneben soll dort an das Schicksal einzelner jüdischer Bürger und deren Bedeutung für die Aachener Tuchindustrie erinnert werden. Referenten sind neben Bettina Offergeld auch Andreas Lorenz vom Tuchwerk Aachen und Walter Hörner vom Rimbaud-Verlag. Für Dietrich Brandt, der als Frankenbu(e)rger die Veranstaltung moderiert, geht es an dem Abend aber um mehr als nur Gedenken. Er sagt: „Angesichts der zunehmenden rechten Tendenzen in unserer Gesellschaft wollen wir auch mahnen und bewusst machen, wohin solch eine Entwicklung schnell führen kann.“

Iran steckt hinter Attentat auf Verleger der „Satanischen Verse“

Weil er Rushdies „Satanische Verse“ herausgab, sollte William Nygaard 1993 ermordet werden. Die Polizei ignorierte dies lange, erst jetzt sind vier Männer angeklagt. Eine Spur führt nach Deutschland.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article181943426/Rushdie-Buch-Iran-steckt-hinter-Attentat-auf-Verleger-der-Satanischen-Verse.html

Palästinenser, ihr müsst nicht als Flüchtlinge leben

In der amerikanischen Politik sind dramatische Verschiebungen selten. Ein unverkennbares Beispiel ist jedoch die Entscheidung der Trump-Administration, die Zahlungen an das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (United Nations Relief and Works Agency, UNRWA), der wichtigsten Organisation der UN für Hilfsleistungen an Palästinenser, einzustellen. Ein fast 70 Jahre alter gordischer Knoten wurde zerschlagen, doch was folgt als nächstes?

https://www.audiatur-online.ch/2018/10/12/palaestinenser-ihr-muesst-nicht-als-fluechtlinge-leben/

Antisemitische Boykottbewegung: „BDS Schweiz“ Hand in Hand mit Linksextremisten

Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen haben Vertreter der Israel-Boykott Bewegung BDS Schweiz gemeinsam mit linksextremistischen Gruppierungen versucht, einen Raum in einem der Stadt-Zürcher Gemeinschaftszentren (GZ) für eine Veranstaltung anzumieten. Das haben Recherchen von Audiatur-Online ergeben. Von Audiatur-Online darauf angesprochen, haben die Verantwortlichen des Gemeinschaftszentrums Buchegg den Mietvertrag wegen Täuschung umgehend storniert.

https://www.audiatur-online.ch/2018/10/11/antisemitische-boykottbewegung-bds-schweiz-hand-in-hand-mit-linksextremisten/

Iranian Official Tells Netanyahu: ‘Practice swimming’

Brigadier-General Hossein Salami, the second-in-command of the Islamic Revolutionary Guard Corps, on Sunday told his troops: “Netanyahu should know that there is no way for him except fleeing the region and so he needs to learn how to swim in the Mediterranean Sea,” Fars reported.

http://www.jewishpress.com/news/global/un/iranian-official-tells-netanyahu-practice-swimming/2018/10/09/