Ein Gedanke zu „Frankfurter Bibelmuseum sagt Schau mit Qumran-Schriftrollen aus Israel ab

  1. Schon in der Schule haben wir es gelernt: Vor 3.000 Jahren war Jerusalem die Hauptstadt Israels. David war ihr erster König. 500 Jahre später sangen gefangene Juden in Babylon: Wenn ich jemals dein vergäße, heilige Stadt Jerusalem, dann vertrockne mir die Zunge … Vor 2.000 Jahren machte ein idumäisch-jüdischer König namens Herodes aus Jerusalem und dem Tempelberg eine Prachtstätte, wobei der Tempel mit seiner weiträumigen Anlage alle anderen Heiligtümer im Römischen Reich bei weitem übertraf. Seit der Zerstörung dieses Tempels haben Juden gebetet: Nächstes Jahr in Jerusalem.

    Als die Muslime im Jahr 637 Jerusalem eroberten, hatten sie keine Ahnung von der Bedeutung Jerusalems. Das lernten sie erst von Juden und Christen der Stadt. Im Mai 1967, wenige Tage vor dem Sechstagekrieg, der Israel von Syrien, Ägypten und Jordanien, das seit 19 Jahren Jerusalem und das Westjordanland besetzt hielt, sang ein Mädchen in dem überfüllten Saal von Binianei Hauma: Dein Name – Jerusalem – brennt auf meinen Lippen wie ein Kuss eines feurigen Saraphs. Wenn ich jemals dein vergäße Jerusalem, die du ganz von Gold bist. Ein Manifest. Heiße Liebe zu Jerusalem.

    Wir kennen von keinem anderen Volk, von keiner anderen Religion auch nur ein einziges Zeugnis voneiner solchen grenzenlosen Liebe zu Jerusalem nicht einmal von Christen, die dem Judentum am nächsten stehen. Sie besingen in den Kirchenliedern hauptsächlich das himmlische Jerusalem. Mir ist völlig unverständlich, dass in unserem Land, in unserer christlichen Kultur Politiker und Intellektuelle, ja sogar Kirchenvertreter seit kurzem diese Tatsachen ignorieren und sich damit auch als geschichtsfälschende Werkzeuge denen zur Verfügung stellen, die in der UN und im Land Abrahams, Isaaks und Jakobs die mächtigen Zeugnisse der Geschichte Israels leugnen. Aus Opportunismus.

    Das erinnert mich an den Opportunismus der Briten, die nicht lange nach der Balfour-Erklärung 1917 von ihrer projüdischen Haltung Abstand nahmen und zu Feinden der Juden wurden – sozusagen Futtergeber für die extremen Palästinensergruppen in unseren Tagen -, weil man im Nahen Osten Öl gefunden und daraufhin die britischen Schiffe auf diesen Brennstoff umgestellt hatte.

    Horst Krüger

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